Amazone

Carl Burckhardt, Amazone, 1921-1923, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Carl Burckhardt, Amazone, 1921-1923, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Carl Burckhardt, Amazone, 1921-1923, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Carl Burckhardt, Amazone, 1921-1923, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Carl Burckhardt, Amazone, 1921-1923, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Carl Burckhardt, Amazone, 1921-1923, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Carl Burckhardt, Amazone, 1921-1923, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Carl Burckhardt, Amazone, 1921-1923, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Carl Burckhardt, Amazone, 1921-1923, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Carl Burckhardt, Amazone, 1921-1923, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Amazone

Public Art

Die „Amazone“ am Rande der Parkanlage bei der Universität St.Gallen (HSG) gilt als das letzte Werk des Malers und Bildhauers Carl Burckhardt. Sie wurde erst nach dem frühen und unerwarteten Tod des Künstlers 1923 nach dem Originalgips in Bronze gegossen. Ursprünglich existierten zwei Abgüsse der „Amazone“. Die eine Bronzeplastik befindet sich in Burckhardts Vaterstadt Basel, am Kopfe der Mittleren Rheinbrücke auf Grossbasler Seite. Der zweite Abguss war in Berlin im Zeiten Weltkrieg zerstört worden. Im Zuge der künstlerischen Ausgestaltung der HSG war es insbesondere dem Architekten Walter M. Förderer ein Anliegen, Carl Burckhardt mit der Aufstellung der „Amazone“ ausserhalb Basels eine Hommage zu erweisen. Er beantragte einen Neuguss als Ersatz für die zerstörte Berliner Plastik, welcher der Hochschulrat 1962 bewilligte. Ende Juni 1963 konnte die „Amazone“ an ihrem heutigen Standort aufgestellt werden.
Das Figurenpaar mit junger Frau und Pferd wirkt äusserst dynamisch und präsent. Die „Amazone“ zeichnet sich jedoch durch keinerlei traditionelle Attribute als solche aus. Einfach gekleidet und unbewaffnet, in ausschreitendem Gang und gespannter, kraftvoller Körperhaltung führt das junge Mädchen selbstsicher sein Pferd. Der Kopf des Tieres ist hoch aufgereckt, es wirkt gleichermassen entschlossen wie seine Besitzerin. Mit dem Amazonenthema hatte sich Burckhardt bereits 1914 bei der Ausführung der fünf Relieffelder am Zürcher Kunsthaus eingehend auseinandergesetzt. Zudem ist der grossen „Amazone“ 1918 eine „Kleine Amazone“, nur 76 cm hoch, vorausgegangen. Mit seiner letzten Arbeit ist Burckhardt eine moderne Umsetzung des antiken mythologischen Motivs gelungen: In der „Amazone“ verbindet sich der Abstraktionswille des 20. Jahrhunderts mit den Qualitäten archaischer Ausdruckskraft, und ein neues, von Selbstsicherheit und Selbstbestimmtheit geprägtes Frauenbild ist daran ablesbar. (Text: Stefanie Kasper, September 2020)

Technik 
Bronzeplastik
Datierung 
19211923
Objektmasse 
203 x 84 x 230
Material 

Bronze

Standort 
Dufourstrasse 50
9000 St. Gallen
Schweiz
Künstler/innen
Carl Burckhardt

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