Broderbrunnen

August Bösch, Broderbrunnen, 1896, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

August Bösch, Broderbrunnen, 1896, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

August Bösch, Broderbrunnen, 1896, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

August Bösch, Broderbrunnen, 1896, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

August Bösch, Broderbrunnen, 1896, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

August Bösch, Broderbrunnen, 1896, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

August Bösch, Broderbrunnen, 1896, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

August Bösch, Broderbrunnen, 1896, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

August Bösch, Broderbrunnen, 1896, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

August Bösch, Broderbrunnen, 1896, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

August Bösch, Broderbrunnen, 1896, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

August Bösch, Broderbrunnen, 1896, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Broderbrunnen

Public Art

Zwanzigtausend Franken hinterliess der Sarganser Kantonsrichter Hans Broder (1845–1891) der Gemeinde St.Gallen, um ein Brunnendenkmal zur Erinnerung an die 1895 fertiggestellte Bodenseewasser-Versorgungsanlage errichten zu lassen. Dies verraten auch die mit Kartuschen umrahmten Inschriften auf dem zentralen Schaft des Broderbrunnens. Mit dem prestigeträchtigen Auftrag wurde der ursprünglich aus dem Toggenburg stammenden August Bösch (*1857 Ebnat, †1911 Zürich) betraut. Der während seiner Ausbildungs- und Wanderjahre weit gereisten Bildhauer zog für die Ausführung des Broderbrunnens 1895 für einige Jahre nach St.Gallen.

Der römisch-barock inspirierte Monumentalbrunnen ist dreiseitig angelegt. Becken und Aufbau bestehen aus rötlichem Granit. Auf dem Brunnenstock und dessen auskragenden Sockelvorsprüngen befinden sich drei Knabenfiguren, die jeweils auf einer Gans, einem Delphin und einer Schildkröte reiten, wasserspeiende Delphine sowie die alles überragende zentrale Figurengruppe mit drei leicht bekleideten Nymphen bzw. Nereiden. Die Figuren sowie das pflanzliche Beiwerk sind aus Galvanobronze gefertigt. Beim Entwurf des Broderbrunnens soll sich August Bösch vom «Mende»-Brunnen in Leipzig und bei den figürlichen Details von den Meeresidyllen Arnold Böcklins sowie der Formensprache des Jugendstils inspiriert haben lassen.
Der Broderbrunnen sorgte zeit seiner Errichtung für kontroverse Diskussionen. Nicht nur empörte man sich darüber, dass Bösch als Aktmodell für die mittlere Nymphe eine Dame mit zwielichtigem Ruf aus Zürich in St.Gallen einführte. Ganz unverblümt wurden auch die Entwürfe des Künstlers, die Auswahl des Materials, die Dimensionen und der gewählten Standort des Brunnens kritisiert. August Bösch solle sich insbesondere über die Einmischungen des Stadtbaumeisters Albert Pfeiffer (1851–1908) dermassen geärgert haben, dass er diesen in einem glotzäugigen, bärtigen Antlitz als Karikatur am Broderbrunnen verewigt haben soll. (Text: Stefanie Kasper, Juli 2020)

Technik 
Brunnenplastik
Datierung 
1896
Material 

Granit, Bronze

Standort 
Oberer Graben 18
9000 St. Gallen
Schweiz
Künstler/innen
August Bösch

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