Chrom (Fliegender Teppich)

Vreni Spieser, Chrom (Fliegender Teppich), Installation, Chrom gesprayt, diverse Masse, in Zusammenarbeit mit Marco Schürpf, 2015, Zug, Foto: Dominik Hodel und Johnny Graf, Zürich

Vreni Spieser, Chrom (Fliegender Teppich), Installation, Chrom gesprayt, diverse Masse, in Zusammenarbeit mit Marco Schürpf, 2015, Zug, Foto: Dominik Hodel und Johnny Graf, Zürich

Vreni Spieser, Chrom (Fliegender Teppich), Installation, Chrom gesprayt, diverse Masse, in Zusammenarbeit mit Marco Schürpf, 2015, Zug, Foto: Dominik Hodel und Johnny Graf, Zürich

Vreni Spieser, Chrom (Fliegender Teppich), Installation, Chrom gesprayt, diverse Masse, in Zusammenarbeit mit Marco Schürpf, 2015, Zug, Foto: Dominik Hodel und Johnny Graf, Zürich

Chrom (Fliegender Teppich)

Public Art

Vreni Spiesers Kunst-und-Bau-Projekt am Mehrfamilienhaus «Am Grienbach» bringt glänzenden Autolack an die Decken dreier grosszügiger Hauszugänge und spielt damit auf ein beliebtes lokales Statussymbol an. Der neue, leicht geschwungene Längsbau steht im städtebaulichen Dialog mit den hohen Wohnhäusern und der stark befahrenen Baarerstrasse. Die Künstlerin beabsichtigte, Licht in die Durchgänge zu bringen, welche den Vorplatz mit der Rückseite des Gebäudes verbinden. Dafür wurde ihr der hinter dem Haus fliessende Bach zur Inspiration; er liess sie an Reflexionen auf Wasser denken. Spieser suchte eine spiegelnde Farbmaterie, um zum groben Besenputz einen Kontrapunkt zu setzen. Erste Versuche mit Blattgold, Silber und Kupfer stellten sich als zu zeitaufwändig und zu teuer heraus. Chrom hingegen, mit seiner verspiegelten Oberfläche, die mit grosser Geste beim Auftragen von Autolack verwendet wird und einen industriellen Charakter besitzt, schien besser zu dem Bau zu passen als das Kleinflächige und Minutiöse des Blattsilbers. Aus der Zusammenarbeit mit einem Autolackierer und Carrossier resultieren nun gestochen scharfe, chromglänzende Flächen, die sich je nach Lichtstimmung verändern. Vreni Spieser hat an den Decken ein einfaches Rautenmuster geschaffen, durch Verbindung der Eckpunkte und Verlängerung der Achsen. Mit der Deckengestaltung thematisiert sie die Nahtstelle der beiden Aussenräume, wertet die Hauszugänge auf und verstärkt die aufgrund der Gebäudeform unterschiedlichen Winkel der Wandflächen in den Durchgängen. Ein reduzierter, ornamentaler Eingriff, der mit dem Licht spielt, sich von der matten und dunklen Gebäudefarbe absetzt und zuweilen sogar zu schweben scheint.

Vreni Spieser wurde 1963 in Zug geboren. Von 1981 bis 1986 besuchte sie die Hochschule für Kunst und Design in Zürich. Sie machte Studienaufenthalte in Buenos Aires, Rouen, Berlin und in Halle an der Saale, wo sie ein Gastsemester an der Hochschule für Kunst und Design absolvierte. Sie erhielt verschiedene Preise und Stipendien, so 2010 das Werkjahr des Kantons Zug und 2015 ein Werkstipendum der Stadt Zürich. Sie ist an Ausstellungen im In- und Ausland präsent.

Datierung 
2015
Objektmasse 
Andere 
diverse Masse
Material 

Chrom gesprayt

Standort 
Arealbebauung
Ahornstrasse 2-8
6300 Zug
Schweiz

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