Fresken im Amtshaus I (Blüemlihalle)

Augusto Giacometti, Fresken im Amtshaus I, 1922-1926. Fachstelle Kunst und Bau, Amt für Hochbauten, Stadt Zürich. Foto: Stefan Altenburger

Augusto Giacometti, Fresken im Amtshaus I, 1922-1926. Fachstelle Kunst und Bau, Amt für Hochbauten, Stadt Zürich. Foto: Stefan Altenburger

Fresken im Amtshaus I (Blüemlihalle)

Public Art

Sie ist ein Kunstwerk von nationaler Bedeutung und für viele die schönste Eingangshalle einer Polizeiwache. Doch dass es sie gibt, verdankt die «Blüemlihalle» von Augusto Giacometti nicht zuletzt einer unbefriedigenden räumlichen Situation: Nach dem Umbau eines ehemaligen Waisenhauses zum heutigen Amtshaus I war der ehemalige Kellerraumzwar zur Eingangshalle geworden, doch düster blieb er weiterhin. Ein Wettbewerb für eine künstlerische Gestaltung sollte 1922 Abhilfe schaffen und ausserdem der notleidenden lokalen Künstlerschaft Arbeitsmöglichkeiten eröffnen. Den Wettbewerb konnte Augusto Giacometti für sich entscheiden. Sein Entwurf in warmen Rot- und Ockertönen wurde bis 1926 von ihm und weiteren Zürcher Künstlern in Al-Fresco- und Al-Secco-Technik ausgeführt. Neben der prächtigen Deckenmalerei mit Blumen- und geometrischen Mustern und Bändern, die sich über die gesamte Gewölbedecke zieht, finden sich auf den Wänden des Raumes Darstellungen des arbeitenden Menschen, von Bäuerinnen auf Acker und Weinberg über Fischer, Handwerker in der Stadt bis zum Astronomen und dem Magier. Dessen Darstellung spielt in ihrer Symbolik wohl auch auf das Freimaurertum an, dem Giacometti zugehörte.

Technik 
Freskotechnik (a fresco e a secco)
Datierung 
1926
Standort 
Bahnhofquai 3
Amtshaus I, Polizeiwache
8001 Zürich
Schweiz
Künstler/innen
Augusto Giacometti

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