Globusbrunnen

Wilhelm Meier, Globusbrunnen, 1941, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Wilhelm Meier, Globusbrunnen, 1941, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Wilhelm Meier, Globusbrunnen, 1941, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Wilhelm Meier, Globusbrunnen, 1941, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Wilhelm Meier, Globusbrunnen, 1941, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Wilhelm Meier, Globusbrunnen, 1941, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Globusbrunnen

Public Art

Den Auftrag für die Ausführung des „Globusbrunnens“ erhielt Wilhelm Meier (*1880 Embrach, †1971 St. Gallen) von der „Magazine zum Globus AG“, der damaligen Besitzerin des 1913/14 erbauten Hauses zum Rösslitor. Der Bildhauer gewann mit seinem Entwurf, der vom Motiv her einen thematischen Bezug zum Warenhaus Globus herstellt, einen Wettbewerb, an dem sich fünf weitere Künstler beteiligt hatten.
Den Lastenträgerinnen des „Globusbrunnens“ gingen langjährige Studien voraus. Leicht erhöht stehen die beiden mit Waren beladenen Frauen am Rande des ovalen Brunnenbeckens. Die linke Figur, welche die Haare zu einem Zopf geflochten trägt, balanciert auf ihrem Haupt ein Gefäss und stützt die rechte Hand in den Nacken. Ihren Kopf wendet sie von der neben ihr stehenden, aufgrund der Gestaltung von Gesicht und Körper wohl älteren Marktfrau ab und richtet den Blick in die Ferne. Auch die vom Betrachter aus gesehen rechts stehende Figur fixiert mit ihrer Hand ein Paket auf dem Kopf. Sie blickt geradeaus. Beide Frauen halten in ihren linken, nach unten hängenden Händen jeweils einen Krug. Zudem sind sie synchron in einer leichten Vorwärtsbewegung begriffen, indem sie mit ihren linken Beinen einen Schritt andeuten. Die gesamte Komposition wirkt durch diese Symmetrien geschlossen und harmonisch.
Obwohl beim Aufstellen des Figurenpaars die eine Marktfrau wegen eines ungesicherten Kettenzugs zu Boden fiel und in Stücke zerbrach, konnte der Brunnen am 8. Oktober 1941 feierlich der Stadt zur Betreuung übergeben werden. Wilhelm Meier gelang es, die Figur innerhalb nur eines Monats von neuem zu schaffen. (Text: Stefanie Kasper, Juli 2020)
 

Technik 
Skulptur
Datierung 
1941
Objektmasse 
240 x 95 x 90
Material 

Sandstein

Standort 
Multergasse 47
9000 St. Gallen
Schweiz
Künstler/innen
Wilhelm Meier

Werbung