Hybris-Helix Basiliensis

Foto: Serge Hasenböhler

Foto: Serge Hasenböhler

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Foto: Serge Hasenböhler

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Hybris-Helix Basiliensis

Public Art

Guido Nussbaums Wandgemälde „Hybris-Helix Basiliensis“ zeigt im unteren Teil eine Vedute im klassischen Sinn: eine Basler Stadtansicht mit prominenten Gebäuden wie dem Messe- und dem Roche-Turm. Dahinter erhebt sich ein noch viel höheres Hochhaus in Form eines Korkenziehers. Was sich hier metallisch glänzend in den Himmel schraubt, ist der von Nussbaum aufs Korn genommene, im Titel angesprochene „Architekturübermut“ in Basel. Er nimmt mit der Form des Hochhauses Bezug auf das Gebäude in Form einer Doppelhelix, das vor ein paar Jahren anstelle des heutigen Roche-Turms vorgeschlagen worden war. Neben der Erinnerung an die jüngere Stadtgeschichte und einer Hommage an grosse Basler Architektur enthält die Arbeit einen Kommentar zum Verhältnis von Kunst und Architektur.

Informationen zur Entstehung

Die 2017 veröffentlichte Ausschreibung zu Kunst im öffentlichen Raum im Basler Gundelingerquartier verfolgte das Ziel, eine qualitativ hochwertige, künstlerische Arbeit zu realisieren, welche die Bevölkerung zu einer Auseinandersetzung mit ihrer Wohnumgebung einlädt. In einer ersten Runde wählte die Jury aus 62 Eingaben von regionalen Kunstschaffenden nach einer Machbarkeitsüberprüfung fünf Vorschläge aus. Danach wurden die Quartierbewohnerinnen und -bewohner eingeladen, ihre Stimmen für ihren Favoriten abzugeben; das Ergebnis dieser Abstimmung zählte als eine Stimme in der Endjurierung. Die Jury setzte sich aus Mitgliedern der Kunstkreditkommission, der Kantons- und Stadtentwicklung Basel-Stadt und der Eigentümerschaft zusammen.

Informationen zum Künstler Guido Nussbaum

Guido Nussbaum (geb. 1948 in Muri (AG), besuchte von 1967 bis 1969 die Fotoklasse an der Kunstgewerbeschule in Zürich und lebt und arbeitet seit 1982 in Basel. Nach der Weiterbildung zum Zeichenlehrer in Luzern und Zürich von 1973 bis 1975 wirkte er sieben Jahre lang als Fachlehrer an der Bezirksschule Aarburg. Von 1987 bis 1992 unterrichtete er an der Mal- und Bildhauerfachklasse der Schule für Gestaltung in Basel. In seiner künstlerischen Arbeit beschäftigt er sich mit Plastik, Video, Fotografie und mit Malerei. Der Konzeptkünstler konnte u. a. 1987 in der Kunsthalle Basel und 1997 im Aargauer Kunsthaus Einzelausstellungen einrichten. Im „Nussbaum-Tribunal“ fungierte er 2005–2007 als Richter über Basels Kunst im öffentlichen Raum. 2011 erhielt er den Prix Meret Oppenheim des Bundesamtes für Kultur.

Datierung 
2018
Objektmasse 
14.75 m x 3.30 m
Material 

Dispersionsgrundierung (Chiaravalle Maleratelier, Basel), Erdfarben

Standort 
Gundeldingerstrasse 57
4053 Basel
Schweiz

Für weitere Informationen und Bildmaterial wenden Sie sich bitte an: Präsidialdepartement Basel-Stadt, Abteilung Kultur, Kunstkredit, Livia Möckli, Marktplatz 30a, 4001 Basel, Telefon +41 (0)61 267 43 16, E-Mail livia.moeckli@bs.ch

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