Installation bei der Steinach / Wirbelfallschacht

Roman Signer, Installation bei der Steinach / Wirbelfallschacht, 1998, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Roman Signer, Installation bei der Steinach / Wirbelfallschacht, 1998, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Roman Signer, Installation bei der Steinach / Wirbelfallschacht, 1998, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Roman Signer, Installation bei der Steinach / Wirbelfallschacht, 1998, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Roman Signer, Installation bei der Steinach / Wirbelfallschacht, 1998, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Roman Signer, Installation bei der Steinach / Wirbelfallschacht, 1998, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Roman Signer, Installation bei der Steinach / Wirbelfallschacht, 1998, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Roman Signer, Installation bei der Steinach / Wirbelfallschacht, 1998, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Installation bei der Steinach / Wirbelfallschacht

Public Art

Nach einem langwierigen Entstehungsprozess – sieben Jahre dauerte es von der ersten Idee bis zur Ausführung – ist die „Installation bei der Steinach“ 1998 als ortspezifische Intervention auf dem Vorplatz der Mühleggbahn von Roman Signer realisiert worden. Mit dem Bau des neuen Steinachstollens 1991 entstand dort ein 12 Meter in die Tiefe reichendes Einlaufbauwerk, das den Fluss spiralförmig seinem neuen Stollen zuleitet, um die Wucht des Wasserstroms zu reduzieren. Roman Signers installativer Eingriff besteht aus einem 110 cm hohen Zylinder aus Chromnickelstahl. Eine 100 cm weite Öffnung, die aus Sicherheitsgründen mit einem Metallrost abgedeckt ist, gibt den Blick frei auf das den Schacht herabfallende Wasser. An den Innenwänden des Schachts sind Scheinwerfer angebracht, die ihn bis in die Tiefe ausleuchten. Beim Beobachten der rauschenden, schnell herabkreisenden Wirbel rückt die enorme Kraft des Wassers ins Bewusstsein, insbesondere an diesem Ort, wo es ursprünglich gebändigt wurde. 

Roman Signer bezeichnet diese Arbeit als eine Art object trouvé. Der bauliche Hauptbestandteil der „Installation bei der Steinach“, der Wirbelfallschacht als technisch ausgeklügeltes Ingenieurwerk, wurde von ihm als Potential entdeckt und durch das eigens angebrachte Sichtrohr zum Kunstwerk uminterpretiert. Die künstlerische Einverleibung des Einlaufbauwerks verleiht ihm eine ästhetisch orientierte Funktion ausserhalb seines wasserbautechnischen Nutzens. Der bauliche Eingriff hat effektvolle Folgen und zeugt von künstlerischer Radikalität: Das Ingenieurwerk und das gebändigte Wildwasser vereinen sich zu einem ereignisstarken Kunstwerk. (Text: Stefanie Kasper, September 2020)

Technik 
Installation
Datierung 
1998
Objektmasse 
110 x 100
Material 

Chromnickelstahl, Scheinwerfer, Wasser

Standort 
Sankt Georgen-Strasse 10
9000 St. Gallen
Schweiz
Künstler/innen
Roman Signer

Werbung