Lebensbaum

Walter Burger, Lebensbaum, 1968, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St. Gallen, Fotografie: Anna-Tina-Eberhard, St. Gallen

Walter Burger, Lebensbaum, 1968, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St. Gallen, Fotografie: Anna-Tina-Eberhard, St. Gallen

Walter Burger, Lebensbaum, 1968, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St. Gallen, Fotografie: Anna-Tina-Eberhard, St. Gallen

Walter Burger, Lebensbaum, 1968, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St. Gallen, Fotografie: Anna-Tina-Eberhard, St. Gallen

Walter Burger, Lebensbaum, 1968, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St. Gallen, Fotografie: Anna-Tina-Eberhard, St. Gallen

Walter Burger, Lebensbaum, 1968, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St. Gallen, Fotografie: Anna-Tina-Eberhard, St. Gallen

Walter Burger, Lebensbaum, 1968, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St. Gallen, Fotografie: Anna-Tina-Eberhard, St. Gallen

Walter Burger, Lebensbaum, 1968, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St. Gallen, Fotografie: Anna-Tina-Eberhard, St. Gallen

Lebensbaum

Public Art

Beim Lebensbaum handelt es sich um eine der ersten grossformatigen Eisenplastiken des Ostschweizer Malers und Bildhauers Walter Burger (*1923 Emmen, † 2010 Berg). Die monumentale Arbeit stellte ein Direktauftrag an den Künstler dar und wurde 1968 vollendet. Aus einem gekachelten Wasserbecken im Untergeschoss wächst der Lebensbaum im offenen Treppenhaus des Schulhaus Halden vertikal über alle Stockwerke und erinnert so an einen über längere Zeit im Innern des Gebäudes gewachsenen Organismus. Die Formensprache des Lebensbaums entspricht Burgers damaligem Stil, der sich in den 1960er-Jahre von einer figurativen Ausdrucksweise immer stärker in Richtung Abstraktion entwickelt hat. An schweren Trägerelementen zweigen fast feingliedrige, detailreich komponierte Formgebilde ab; integrierte Glasflächen in Gelb, Rot, Blau und Grün durchbrechen die dunkle Materialität des Eisens und verleihen der Arbeit einen spannungsvollen Rhythmus.
Der Lebensbaum als Symbol kosmischer Ordnung gehört zur Mythologie vieler Völker und Kulturen. Als Achse der Welt, mit Wurzeln, die tief in die Erde reichen und einer Krone, die den Himmel berührt, verbindet er symbolhaft verschiedene Sphären oder Lebensphasen. Im Schulhaus Halden steht der Lebensbaum als Gleichnis der sozialen, geistigen, intellektuellen und körperlichen Entwicklung der Schülerinnen und Schüler, die hier ihren Bildungsweg durchlaufen. (Stefanie Kasper, Juni 2020)

Technik 
Treppenhausgestaltung, Eisenelemente mit Glasteilen, Wasserbecken, gekachelt
Datierung 
1968
Objektmasse 
1300
Material 

Metall, Glas, Keramik, Wasser

Standort 
Oberhaldenstrasse 15
9016 St. Gallen
Schweiz
Künstler/innen
Walter Burger

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