Mensch und Technik

Emilio Stanzani, Mensch und Technik, 1958 / 59, Plastik, Bronze, 280x163x180 cm, Gewerblich-industrielles Bildungszentrum Zug (GIBZ), Baarerstrasse 100, Eigentum Kanton Zug 

Emilio Stanzani, Mensch und Technik, 1958 / 59, Plastik, Bronze, 280x163x180 cm, Gewerblich-industrielles Bildungszentrum Zug (GIBZ), Baarerstrasse 100, Eigentum Kanton Zug 

Emilio Stanzani, Mensch und Technik, 1958 / 59, Plastik, Bronze, 280x163x180 cm, Gewerblich-industrielles Bildungszentrum Zug (GIBZ), Baarerstrasse 100, Eigentum Kanton Zug 

Emilio Stanzani, Mensch und Technik, 1958 / 59, Plastik, Bronze, 280x163x180 cm, Gewerblich-industrielles Bildungszentrum Zug (GIBZ), Baarerstrasse 100, Eigentum Kanton Zug 

Emilio Stanzani, Mensch und Technik, 1958 / 59, Plastik, Bronze, 280x163x180 cm, Gewerblich-industrielles Bildungszentrum Zug (GIBZ), Baarerstrasse 100, Eigentum Kanton Zug 

Emilio Stanzani, Mensch und Technik, 1958 / 59, Plastik, Bronze, 280x163x180 cm, Gewerblich-industrielles Bildungszentrum Zug (GIBZ), Baarerstrasse 100, Eigentum Kanton Zug 

Mensch und Technik

Public Art

Im Innenhof des Gewerblich-industriellen Bildungszentrums Zug befindet sich das Werk Mensch und Technik des Bildhauers Emilio Stanzani. Die Thematik entspricht dem Standort: Mensch und Technik. Die männliche Figur steht auf einem flachen Sockel in einem vielgestaltigen Gerüst von linearen und körperhaften Elementen; Rechtecke, Dreiecke, reale, aber auch ideale Körper und Räume, scharfe Winkelungen und Rundungen, horizontale und vertikale Gliederungen sowie fest Umschlossenes und Offenes zeugen vom unerschöpflichen Reichtum an Massen und Beziehungen. Der Fantasie der Betrachtenden sind keine Grenzen gesetzt. Jeder neue Standpunkt eröffnet neue Sichten, ruft neue Formen und Gebilde auf. Diesem geometrisch-technischen Gerüst steht der Mensch in seiner organischen Struktur gegenüber. Seine Haltung gibt der Plastik ihren eigentlichen Sinn: Mit betonter Bestimmtheit steht der Mensch da, stolz aufgerichtet, frei und gelöst. Die Gebärde des Umfassens, des Zugreifens und Ordnens steht als Sinnbild für die Besitzergreifung der Technik durch den Menschen. Die Bronzeplastik ist fein ausgearbeitet, und ihre dunkle, korrodierte Oberfläche hebt sich vom grauen Betonbau im Hintergrund ab. 

Als Kind italienischer Einwanderer wächst Emilio Stanzani (1906-1977) in Zürich auf und absolviert eine Bildhauerlehre bei Otto Münch. In den 1920er-Jahren arbeitet Stanzani mit Karl Geiser zusammen. Seit 1942 war er regelmässig in seinem zweiten Atelier in Carona (I) tätig. 1950 erhielt er den Conrad Ferdinand Meyer-Preis, 1968 den Kunstpreis des Kantons Zürich. Bereits seit dem Ende der 1940er-Jahre setzte Stanzani vermehrt auf die farbige Gestaltung figürlicher Plastiken. Der Einsatz von Farbe wird fortan zu einem bestimmenden Faktor, der die Formensprache und die Materialität seiner Werke unterstreicht. Durch Verdichtung und Reduktion der Formen sowie Auflösung der geschlossenen Volumina werden Stanzanis Werke zunehmend abstrakter. Sein Interesse an der Architektur und dem Phänomen Stadt beeinflusst ihn zudem in der Umsetzung seiner plastischen Arbeiten.

Datierung 
1958
Objektmasse 
280 x 163 x 180
Standort 
Gewerblich-industrielles Bildungszentrum Zug
Baarerstrasse 100
6300 Zug
Schweiz
Autor/innen
Jacqueline Falk
Künstler/innen
Emilio Stanzani

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