Ohne Titel

Beat Streuli, Ohne Titel, 2003, Neun digitale Fotoprints auf Klarsichtfolien auf Glas, je 348,5 x 151 cm, Raiffeisenbank, Fensterfront Richtung Vadianstrasse und Fensterfront Richtung Frongartenstrasse, St.Gallen. Foto: Susanne Stauss

Beat Streuli, Ohne Titel, 2003, Neun digitale Fotoprints auf Klarsichtfolien auf Glas, je 348,5 x 151 cm, Raiffeisenbank, Fensterfront Richtung Vadianstrasse und Fensterfront Richtung Frongartenstrasse, St.Gallen. Foto: Susanne Stauss

Ohne Titel

Public Art

Glamour des Gewöhnlichen: Sie bewegen sich durch die Strassen der grossen Städte. Sie fummeln an ihren iPods, senden SMS, tragen Designerkleider und Kapuzen-Shirts, schieben Kinderwagen oder eilen, den Blick in die Ferne gerichtet, durch das urbane Leben. Die Fotografien von Beat Streuli (*1957, Altdorf, lebt in Düsseldorf und Brüssel) zeigen Menschen in allen möglichen Metropolen der Welt. Mit dem Teleobjektiv holt sie der Künstler aus dem Strom der Menschen heraus, fokussiert sie und lässt sie für einen Augenblick als Star oder als Model auf dem Laufsteg der Strassen der Grossstadt erscheinen. Und doch, auch wenn ihr Bild schliesslich übergross an der Fensterfront der St.Galler Raiffeisen-Niederlassung erscheint, sind diese Menschen uns nicht fremd. Ihre Bewegungen und ihr Äusseres unterscheiden sich wenig von denen der Passanten in der Vadianstrasse, die sich in den Scheiben spiegeln. Beat Streuli hat die Nahaufnahmen von Menschen in Sydney, New York, Bangkok und Martinique als semitransparente Folien auf die Fensterscheiben geklebt. Je nachdem, von welchem Standpunkt aus man schaut, sind die Bilder scharf und deutlich zu erkennen oder sie lösen sich in den Reflexionen und Spiegelungen auf. Die Menschen aus New York oder Martinique vermischen sich mit dem geschäftigen Alltagstreiben der Menschen in der Kleinstadt St.Gallen.
Der Schweizer Beat Streuli ist mittlerweile ein international bekannter Künstler. Streuli kaufte sein erstes Teleobjektiv im Alter von 17 Jahren. Dies geschah weniger aus der Absicht heraus, künstlerische Fotografie zu betreiben, als vielmehr aus einer sehr persönlichen Motivation. Der Grund war, «dass ich die Schönheit eines Mädchens, in das ich verliebt war, auf Film bannen wollte».

Datierung 
2003
Objektmasse 
348.5 cm x 151 cm
Material 

Neun digitale Fotoprints auf Klarsichtfolien auf Glas

Autor/innen
Christiane Rekade
Künstler/innen
Beat Streuli

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