Ohne Titel

Romano Galizia, Ohne Titel, 1960, Plastiken, Bronze, 50 x 100 x 100 cm, Vorstadtquai, Eigentum Stadt Zug

Romano Galizia, Ohne Titel, 1960, Plastiken, Bronze, 50 x 100 x 100 cm, Vorstadtquai, Eigentum Stadt Zug

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Romano Galizia, Ohne Titel, 1960, Plastiken, Bronze, 50 x 100 x 100 cm, Vorstadtquai, Eigentum Stadt Zug 

Romano Galizia, Ohne Titel, 1960, Plastiken, Bronze, 50 x 100 x 100 cm, Vorstadtquai, Eigentum Stadt Zug 

Ohne Titel

Public Art

Die beiden Schwäne an der Zuger Seepromenade haben die Flügel erhoben, die Hälse gereckt, die Köpfe einander zugewandt. Die zwei balzenden Schwäne sind mit dem Zugersee und dem Rigi im Hintergrund ein beliebtes Fotosujet. Sie stehen an der Seepromenade, an die die äusserste Ecke des Vorstadtquais in der Nähe der sogenannten Katastrophenbucht, als wären sie immer schon da gewesen. Die Plastiken wurden 1982 in einer Ausstellung Romano Galizias in der Galerie Kolin an der Kirchenstrasse 2 in Zug präsentiert. Sie standen vor der Galerie auf dem Gehweg und kamen dann an den sogenannten Rigieggen. Die anmutigen, aus Bronze gegossenen Tiere sind nun ins Treiben an der Seepromenade eingebunden: Hier ziehen lebendige Artgenossen an ihnen vorbei, Enten und Tauben lassen sich auf und neben ihnen nieder, Besucher finden einen Moment der Stille und lassen den Blick über den See schweifen. Was die zwei Schwäne schon alles gesehen haben mögen? Und welche Gesprächsfetzen der vorbeigehenden Spaziergänger haben sie aufgeschnappt?

Die Seepromenade, ein Ort der Begegnung und des Austausches ebenso wie der Ruhe und des Loslassens, bekommt durch diese Arbeit eine erzählende Komponente. Der intensive und nur für einen wunderbar kurzen Moment angehaltene Reigen der zwei Schwäne begrüsst und verabschiedet die Betrachter im Wissen, dass sie vielleicht wiederkommen werden.

Romano Galizia (1922-2005) absolviert bei seinem Vater eine Bildhauerlehre. Während des Zweiten Weltkriegs, als der Vater Aktivdienst leistet, übernimmt Romano als junger Bursche die Verantwortung im elterlichen Geschäft. Während langer Zeit bildet die Anfertigung von Grabsteinen die materielle Basis für seine Familie. Erst 1960, als Galizia ein Bundesstipendium erhält, ergibt sich erstmals die Möglichkeit, als freier Künstler zu arbeiten. Romano Galizia ist bis ins hohe Alter künstlerisch tätig, unter anderem als Restaurator auf Schloss Lenzburg. Er schuf zahlreiche Grabmäler sowie Kunstwerke im öffentlichen Raum.

Datierung 
1960
Objektmasse 
50 x 100 x 100
Material 

Bronze

Standort 
Vorstadtquai
6300 Zug
Schweiz

Eigentum Stadt Zug

Autor/innen
Jacqueline Falk
Künstler/innen
Romano Galizia

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