Ohne Titel

GRRR (Ingo Giezendanner), Ohne Titel, 2010, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

GRRR (Ingo Giezendanner), Ohne Titel, 2010, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

GRRR (Ingo Giezendanner), Ohne Titel, 2010, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

GRRR (Ingo Giezendanner), Ohne Titel, 2010, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

GRRR (Ingo Giezendanner), Ohne Titel, 2010, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

GRRR (Ingo Giezendanner), Ohne Titel, 2010, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

GRRR (Ingo Giezendanner), Ohne Titel, 2010, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

GRRR (Ingo Giezendanner), Ohne Titel, 2010, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

GRRR (Ingo Giezendanner), Ohne Titel, 2010, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

GRRR (Ingo Giezendanner), Ohne Titel, 2010, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

GRRR (Ingo Giezendanner), Ohne Titel, 2010, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

GRRR (Ingo Giezendanner), Ohne Titel, 2010, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Ohne Titel

Public Art

Ingo Gienzendanner, der seit 1998 unter dem Pseudonym GRRRR auftritt, dokumentiert als „autonomer Stadtnomade“ in detailreichen Zeichnungen die verdichteten und sich rapide verändernden urbanen Räume rund um den Globus. Für den Neubau des Schulhaus Schönenwegen hat er 2010 eine mehrteilige Arbeit realisiert, die sowohl eine Aussenfassade als auch deren Rückseite, die Innenwand der Bibliothek, einbezieht. Die verschiedenen Elemente seiner Intervention treten teilweise permanent, teilweise prozesshaft oder temporär in Erscheinung. 
An der fensterlosen Seitenfassade des Schulgebäudes ist links oben eine 5 x 5 Meter grosse, in einen Metallrahmen eingespannte Plane angebracht. Die darauf aufgemalte Zeichnung zeigt einen Busbahnhof in Kampala, Uganda als dichten Cluster einer unüberschaubaren Menge von Kleinbussen, die sich gegenseitig am Fortkommen hindern. In der rechten unteren Ecke der Aussenwand malte Giezendanner Fragmente einer eingestürzte Hausmauer direkt auf die Sichtbetonwand – eine Erinnerung an die Auswirkungen der schweren Erdbeben, die sich 2005 im Norden Pakistans ereignet hatten. Diese Wandmalerei war ursprünglich von einer Plakatwand überlagert, die immer wieder neu beklebt überraschende Gegenüberstellungen von Zeichnungen verschiedener Orte erlaubte. Wie vorgesehen wurde die Plakatwand nach einer gewissen Zeit entfernt.
Während die Malerei und die Plane auf der Aussenfassade verschiedene Fenster zur Welt öffnen, dringt über eine wandfüllend gezeichnete Baumkrone auf der Fassadenrückseite die Natur in den Bibliotheksraum ein. Das Geäst und die Blätter des üppigen Baumes werden von 13 gerahmten Originalzeichnungen und direkt auf die Wand tapezierten Laserprints überlagert. In die Assemblage integriert ist ein Drucker in einer bemalten Holzverkleidung. Mittels diesem übermittelte der Künstler innerhalb eines definierten Zeitraumes Zeichnungen und andere Dokumente an die Schule. Die Ausdrucke konnten von den Schülerinnen und Schülern im Gebäude aufgehängt oder als Notizblätter verwendet werden. 
Ingo Giezendanner schafft mit seiner Arbeit Verbindungen zwischen Innen und Aussen, natürlich Gewachsenem und Gebautem und reflektiert die unterschiedlichen kulturellen Hintergründe der Schülerinnen und Schüler, die das Schulhaus besuchen. Ansichten von Uganda oder Pakistan werden Zeichnungen von St.Gallen gegenübergestellt, wodurch der Ausflug ins Globale wieder zurück zum Hier und Jetzt führt und die Identifikation mit dem Schulareal und dem Quartier stärkt. (Text: Stefanie Kasper, November 2020)

 

Technik 
Wandinstallation, Wandmalerei, Plache
Datierung 
2010
Material 

Aussenfassade: 2-Komponenten-Epoxidharz Schwarz auf Sichtbeton; Offset/Digitalprint auf metallene Plakatfläche für 3 Weltformat-Plakate gekleistert, PVC-Farbe auf unbedruckter Mesh(Netzt)-PVC-Plane in Metallrahmen eingespannt; Bibliothek: Installation von 13 gerahmten Originalzeichnungen, Kopien von Zeichnungen auf Wand und Wandmalerei; Drucker in bemalter Holzkiste

Standort 
Zürcherstrasse 67
9000 St. Gallen
Schweiz
Künstler/innen
Ingo Giezendanner

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