Ohne Titel

Eugen Jans, Ohne Titel, 2011, Installation, Trauerweidenholz, D 120 cm, Seebad Seeliken, Artherstrasse 2 (im See), Eigentum Stadt Zug

Eugen Jans, Ohne Titel, 2011, Installation, Trauerweidenholz, D 120 cm, Seebad Seeliken, Artherstrasse 2 (im See), Eigentum Stadt Zug

Eugen Jans, Ohne Titel, 2011, Installation, Trauerweidenholz, D 120 cm, Seebad Seeliken, Artherstrasse 2 (im See), Eigentum Stadt Zug

Eugen Jans, Ohne Titel, 2011, Installation, Trauerweidenholz, D 120 cm, Seebad Seeliken, Artherstrasse 2 (im See), Eigentum Stadt Zug

Eugen Jans, Ohne Titel, 2011, Installation, Trauerweidenholz, D 120 cm, Seebad Seeliken, Artherstrasse 2 (im See), Eigentum Stadt Zug

Eugen Jans, Ohne Titel, 2011, Installation, Trauerweidenholz, D 120 cm, Seebad Seeliken, Artherstrasse 2 (im See), Eigentum Stadt Zug

Ohne Titel

Public Art

Im Zugersee beim Seebad Seeliken schwimmt eine grosse Kugel aus Trauerweidenholz, die mit einer Kette am Seegrund befestigt ist. Diese Skulptur ist eine typische Arbeit des Zuger Künstlers Eugen Jans, der häufig altes Holz verwendet und diese mit der Motorsäge bearbeitet. Sie entstand im Rahmen von Genova-Zug, einer Ausstellung im öffentlichen Raum, die im August 2011 einen Austausch zwischen Genueser und Zuger Künstlern zum Ziel hatte. Innerhalb von zwei Wochen entsanden vor Ort fünfzehn temporäre Kunstwerke, die in einem Rundgang durch die Altstadt erfahren werden konnten.

Bei der Ausstellungseröffnung wurde die Holzkugel vom abschüssigen Weg in den See gerollt, wo sie mit einem lauten Platschen eintauchte und damit unter anderem an die Geschichten der Altstadt- und Vorstadtkatastrophen von 1435 bzw. 1887 erinnerte, als Teile der Stadt in den Zugersee stürzten. Seit dieser Aktion ruht die Kugel nun ruhig im Wasser, und thematisiert Vergänglichkeit und Wandel. Wegen ihres spezifischen Gewichts taucht die Kugel so weit ins Wasser ein, dass nur noch die obere Hälfte davon sichtbar ist. Das schlichte Objekt schaukelt im Wasser, ist ein überraschender Blickfang und gleichzeitig Spielgerät für Badende.  Das Holz hat Jans grob mit der Motorsäge bearbeitet. So bleiben die natürlich gewachsenen Strukturen sichtbar. Da das Objekt nicht behandelt ist, entstehen Risse, und an der Oberfläche setzten sich Algen an, die immer wieder entfernt werden müssen, damit die Badenden mühlos raufklettern könen.

Eugen Jans wurde 1963 in Steinhausen geboren. Der autodidaktische Zuger Künstler und Grabungstechniker zeigt seine Arbeiten seit 1992 in diversen Ausstellungen. Einige seiner Werke sind im öffentlichen Raum der Stadt und des Kantons Zug zu sehen. 2007 erhielt er vom Kanton Zug einen Atelieraufenthalt in Berlin. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit arbeitet Jans beim Amt für Denkmalpflege und Archäologie des Kantons Zug. Jans bearbeitet gerne alte Bauhölzer, die als Restprodukte in archäologischen Grabungen anfallen. Seit 2003 experimentiert Jans aber auch mit neuen Materialien. Mit dem Schnitzmesser bearbeitet Jans alte Traktorenreifen und zerlegt die Pneus zu neuen Objekten.

Datierung 
2011
Objektmasse 
x 120
Material 

Trauerweidenholz

Standort 
Seebad Seeliken (im See)
Artherstrasse 2
6300 Zug
Schweiz

Eigentum Stadt Zug

Autor/innen
Jacqueline Falk
Künstler/innen
Eugen Jans

Werbung