Orient

Christian Vetter, Orient, 2015, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Christian Vetter, Orient, 2015, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Christian Vetter, Orient, 2015, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Christian Vetter, Orient, 2015, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Christian Vetter, Orient, 2015, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Christian Vetter, Orient, 2015, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Orient

Public Art

Für die Räumlichkeiten des Schulgesundheitsdienstes hat Christian Vetter im Gaiserbahnhof 2015 die Arbeit „Orient“ realisiert. Es handelt sich dabei um 32 in rechteckige Messingplatten gravierte Linienzeichnungen, die in Gruppen oder einzeln im Gebäude verteilt aufgehängt sind. Die golden schimmernden Platten mit den feinen, exakten Gravuren sind randabfallend auf Nussbaumrahmen montiert und wirken kostbar und präzise. Die Zeichnungen greifen im weitesten Sinne das Thema Orientierung auf, erinnern an Grundrisspläne, Organigramme oder ornamentale Yantras. Andere wirken wie Übersetzungen geometrischer Gesetzmässigkeiten oder Verbildlichungen abstrakter Begriffe wie Proportion, Parallelität oder Horizont. Der Deutungsspielraum ist bewusst offen gelassen.
Der aus St.Gallen stammende Künstler hat sich bei der Konzeption dieser Arbeit von der Atmosphäre sowie der früheren und gegenwärtigen Nutzung des Gebäudes inspirieren lassen: Der Bahnhof als Ort des Aufbruchs, als Ausgangspunkt, der zu verschiedenen Zielen führt. Der Schulgesundheitsdienst als Teil der Volksschule, die Perspektiven öffnet, Orientierung bietet und auf die Herausforderungen des Lebens vorbereitet. Eine grosse Hängelampe aus Messing im Treppenaufgang aus der Entstehungszeit des Gebäudes rief in Vetter Bilder einer Epoche wach, als Reisen etwas Besonderes war – abenteuerlicher und glamouröser als heute, wie z.B. eine Fahrt im Orientexpress. Diese Beobachtungen, Bedeutungszuweisungen und Assoziationen verdichtete Vetter in „Orient“ zu einer gleichnishaften, abstrakten Intervention, die ein verheissungsvolles Ziel vor Augen führt und die steten Neuorientieren auf dem Weg dorthin reflektiert. (Text: Stefanie Kasper, September 2020)

Technik 
Zeichnungen in Messing graviert
Datierung 
2015
Objektmasse 
17 x 23
Andere 
je
Material 

32 Messingplatten mit eingravierten Vektorzeichnungen + 1 Messingplatte mit Werkbeschriftung; Messing, 1.2 mm, geschliffen; Gravur 1 mm, Linien nicht eingefärbt; randabfallend auf Nussbaumholzrahmen  10 mm, geklebt

Standort 
Bahnhofplatz 7
9000 St. Gallen
Schweiz
Künstler/innen
Christian Vetter

Werbung