Reliefplastiken

Otto Münch, «Reliefplastiken», 1930, Schulhaus Milchbuck, Fachstelle Kunst und Bau, Amt für Hochbauten, Stadt Zürich, Foto: Pietro Mattioli

Otto Münch, «Reliefplastiken», 1930, Schulhaus Milchbuck, Fachstelle Kunst und Bau, Amt für Hochbauten, Stadt Zürich, Foto: Pietro Mattioli

Reliefplastiken

Public Art

Die vom Bildhauer, Plastiker und Stuckateur Otto Münch (1885–1965) im Jahr 1930 geschaffenen Flachreliefs am Haupteingang des Schulhauses Milchbuck erinnern in ihrer verknappten Form an Hieroglyphen. Die Steinreliefs bestehen aus einzelnen Bildtafeln und ziehen sich friesähnlich über die Portalpfeiler. Die Bildmotive beziehen sich auf eine umfassende Bildung, zu der auch Musik und Gymnastik gehören  ̶  für Buben und Mädchen. Münch stellt den Jungen im Laufschritt dar, das Mädchen im Seilspringen begriffen. Durch ihre Flachheit nehmen die Reliefs den Charakter einer die Architektur unterstützenden Ornamentik an. Münch war ein grosser Könner der ornamentalen Flachskulptur, wobei er sich an der Formensprache der Antike, der Renaissance und des Klassizismus orientierte. Der aus Sachsen gebürtige Otto Münch entfaltete in Zürich eine vielseitige baukünstlerische Tätigkeit – vom Fassadenschmuck über die Ausstattung von Innenräumen bis zur Gestaltung von Brunnenanlagen und Plastiken im öffentlichen Raum. Hierzu zählen etwa die Aussenplastik am Kaufhaus Grieder (1914), der Bauschmuck an und in der Nationalbank Zürich (1919–1922), die Bronzefigur «Mädchen im Wind» beim Mythenquai (1936) oder der Brunnen mit den auf Fischen reitenden Knaben beim Bellevueplatz (1937–38). Otto Münch oblag die Leitung über Renovation und Rekonstruktion der romanischen Bauskulpturen am Grossmünster (1933–1936) sowie der Auftrag für die Zwinglitüre am Südportal des Grossmünsters (ab 1935) und die bronzene Bibeltüre am Nordportal des Grossmünsters (ab 1944).

Technik 
Stein
Datierung 
1930
Standort 
Guggachstrasse 11
Schulhaus Milchbuck
8057 Zürich
Schweiz
Künstler/innen
Otto Münch

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