Syrinx

Oscar Wiggli, Syrinx, 1985, Plastik, Cortenstahl, ca. 320x200x150 cm, Theater Casino, Artherstrasse 2, Eigentum Stadt Zug, Schenkung Kanton Zug (1985) 

Oscar Wiggli, Syrinx, 1985, Plastik, Cortenstahl, ca. 320x200x150 cm, Theater Casino, Artherstrasse 2, Eigentum Stadt Zug, Schenkung Kanton Zug (1985) 

Mathias Walther, Kalesija–Zug, 2012, Installation, Metall, 60x60x0,8 cm, Beim Hafen, Siehbach, Eigentum Stadt Zug

Mathias Walther, Kalesija–Zug, 2012, Installation, Metall, 60x60x0,8 cm, Beim Hafen, Siehbach, Eigentum Stadt Zug

Mathias Walther, Kalesija–Zug, 2012, Installation, Metall, 60x60x0,8 cm, Beim Hafen, Siehbach, Eigentum Stadt Zug

Mathias Walther, Kalesija–Zug, 2012, Installation, Metall, 60x60x0,8 cm, Beim Hafen, Siehbach, Eigentum Stadt Zug

Syrinx

Public Art

An der Nordfassade des Theaters Casino Zug steht die Skulptur Syrinx, eine Arbeit des Solothurner Eisenplastikers Oskar Wiggli. In der griechischen Mythologie ist Syrinx, die von Pan verfolgte für ihre Keuschheit bekannte Nymphe, die sich, um des lüsternen Hirtengottes Pans Begehren zu entfliehen, in ein Schilfrohr verwandeln lässt. Pan schuf aus ihr die erste Panflöte, ebenfalls Syrinx genannt. Wiggli nimmt in seiner Syrinx die Formen des weiblichen Körpers auf, doch steht sie in ihrer Abstraktheit und Rätselhaftigkeit für die menschliche Existenz im Allgemeinen. Die aus Cortenstahl geschmiedete, vier Meter hohe Plastik geht eine Beziehung zur Architektur des Theater Casino ein: Das Ineinandergreifen von Innen und Aussen wird anhand der Plastik sichtbar. Wie Schalenreste umhüllen die kantigen Stahlplatten des Werks dessen Kern. Das Werk antwortet in Form und Farbe auf die Architektur des Theaters Casino. Die vielschichtigen Flächen und Raumebenen stehen symbolisch für die vielfältigen Möglichkeiten der Nutzung des Gebäudes. 

Oscar Wiggli (1927-2016) wurde in Olten geboren. Er lebte und arbeitete im Jura und in Montrouge bei Paris. Nach einer Mechanikerlehre bildete er sich an der ETH Zürich in den Bereichen Allgemeine Naturwissenschaften sowie Architektur weiter. 1951 liess er sich in Paris nieder und studierte an der Académie de la grande Chaumière Bildhauerei. 1953 kehrte er in die Schweiz zurück und betrieb seit 1955 sein Atelier in Muriaux (JU). Er erhielt mehrmals das eidgenössische Kunststipendium, 1960 das Kiefer-Hablitzel-Stipendium und 1974 den Solothurner Kunstpreis. 2003 gründete er gemeinsam mit seiner Frau die Stiftung Oscar und Janine Wiggli. Er beteiligte sich an zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen. 

Datierung 
1985
Objektmasse 
320 x 200 x 150
Standort 
Theater Casino
Artherstrasse 2
6300 Zug
Schweiz
Autor/innen
Jacqueline Falk
Künstler/innen
Oscar Wiggli

Werbung