Wildwechsel

Elisabeth Nembrini, Wildwechsel, 2010, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Elisabeth Nembrini, Wildwechsel, 2010, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Elisabeth Nembrini, Wildwechsel, 2010, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Elisabeth Nembrini, Wildwechsel, 2010, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Elisabeth Nembrini, Wildwechsel, 2010, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Elisabeth Nembrini, Wildwechsel, 2010, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Elisabeth Nembrini, Wildwechsel, 2010, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Elisabeth Nembrini, Wildwechsel, 2010, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Wildwechsel

Public Art

Schon von weitem fällt der ca. 2,5 Meter grosse Rehbock über dem Strassenwärtermagazin an der Mövenstrasse ins Auge. Nur noch mit den Hinterbeinen den obersten Punkt des Silos vor dem Gebäude berührend büxt er verwegen aus dem Verkehrsschild Wildwechsel aus. Ein schwacher Windstoss reicht und er tanzt, sich um die eigene Achse drehend, über den Dächern. Das auf dem zweiten Silotank in rot reflektierender Folie angebrachte Dreieck des Gefahrenzeichens wirkt dabei wie seine verlassene Behausung. Neben der Installation auf den Silos komplettieren in den Innenräumen des Strassenwärtermagazins sieben in Schablonentechnik direkt auf die Wand gesprayte Kombinationen aus Figuren und Elementen von Verkehrszeichen die 2010 entstandenen künstlerische Intervention. 
Für die Arbeit „Wildwechsel“ hat sich die Künstlerin Elisabeth Nembrini eingehend mit dem herausforderndem Arbeitsalltag der Strassenwärterinnen und -wärter auseinandergesetzt. Das visuelle Vokabular, das dabei in Austausch mit den Gebäudenutzerinnen und -nutzern und in enger Zusammenarbeit mit Hug Architekten entstanden ist, ist von Verkehrs- und Strassensignalisationen abgeleitet. Durch ungewohnte Zusammensetzungen und Kontextualisierungen der normierten Zeichen ergeben sich neue Bedeutungsebenen und Sinnzusammenhänge. Die Arbeit „Wildwechsel“ ist nicht nur in ihrer städtebaulichen Einbettung aufsehenerregend, sondern auch ein bemerkenswertes Statement für Kunst-am-Bau und eine weitum sichtbare Hommage an die Strassenbauwärterinnen und -wärter der Stadt St.Gallen. (Text: Stefanie Kasper, September 2020)

 

Technik 
Metallplastik, Folie und Graffiti
Datierung 
2010
Objektmasse 
250 x 70 x 13
Andere 
(Reh)
250 x 250 x 250
Andere 
(Seitenlänge Verkehrsdreieck)
Material 

aussen: Stahlblech auf drehbarem Kugellager und reflektierende Signalklebefolie. Reh: Doppelwandige Aluplatte, lackiert, auf drehbarem Kugellager, auf Silohalterung montiert. Dreieck: Reflektierende Schilderfolie, rot, auf Silo geklebt. Innen: Schablonengraffiti, schwarze Sprayfarbe, 7-teilig

Standort 
Mövenstrasse 14
9015 St. Gallen
Schweiz
Künstler/innen
Elisabeth Nembrini

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