Wortwechsel mit Oliver Krähenbühl und Marion Ritzmann

Marion Ritzmann, «On turns, lines and areas», 2018. Foto: Cyrille Cauvet/L’Assaut de la menuiserieMDF, Pigmente, Tusche, Dispersionsfarbe, Kreide, Kreidespray, Rollen, Kette

Marion Ritzmann, «On turns, lines and areas», 2018. 
Foto: Cyrille Cauvet/L’Assaut de la menuiserie
MDF, Pigmente, Tusche, Dispersionsfarbe, Kreide, Kreidespray, Rollen, Kette

Wortwechsel mit Oliver Krähenbühl und Marion Ritzmann

Die Kunstschaffenden im Gespräch mit Eva-Maria Knüsel, Kunsthaus Langenthal

Ereignistyp 
Gespräch/Vortrag
Datum 
07.11.2019 19:0020:00
Information 

Im Rahmen der Ausstellung «WAS IST» mit Oliver Krähenbühl und Marion Ritzmann findet am Donnerstag, 7. November, ein Künstlergespräch mit Eva-Maria Knüsel vom Kunsthaus Langenthal statt. 

Mit «WAS IST» zeigt das Zimmermannhaus Brugg eine Doppelausstellung mit den Positionen der beiden Kunstschaffenden Oliver Krähenbühl (*1963, lebt und arbeitet in Suhr) und Marion Ritzmann (*1978, lebt und arbeitet in Basel und Zürich). Beide Kunstschaffenden beschäftigen sich mit der Veränderbarkeit und Beeinflussbarkeit des uns umgebenden Raumes und unserer Wahrnehmung davon. Eine prozesshafte Arbeitsweise und kontinuierliche Auseinandersetzung mit Formgebung und Komposition von Raumfragmenten zeichnet ihr Schaffen aus. Dabei spielt das Verhältnis von Materie und Leerstelle eine prägende Rolle; wie auch die Frage danach, wie sich die Dinge zueinander in Beziehung setzen. 

Ähnlich einem Plastiker, der modellierend Ton oder Gips zusammenfügt, Teile hinzufügt und wieder abträgt bis die richtige Form gefunden ist, entwickelt Oliver Krähenbühl seine expressiv farbigen und dynamischen Bilder mit ihren kontrastierenden Lichtflächen. Seine Malereien gehen auf bestehendes Bildmaterial zurück. In der heutigen Bilderflut stehen professionelle Fotografien neben Facebook-Schnappschüssen, Handyblogs und Meisterwerken der Kunstgeschichte. Der ununterbrochene Stream von Bildinformationen formt unsere Idee von der Welt – es bleiben lediglich Bruchstücke von Eindrücken. In seinen Bildern im Zimmermannhaus zeigt uns Krähenbühl, wie unsere räumliche Selbstverordnung zerfliesst, unscharf wird und fragmentiert. 

«Ich denke und arbeite mit und in Systemen», sagt Marion Ritzmann über sich selbst. 
Konzept, Performance, Zeichnung und Installation fliessen in ihren Werken zusammen. Ihre Arbeiten tragen ein Formenvokabular in sich, das die Künstlerin seit mehreren Jahren aus Flächen, Linien, abstrakten Formen und geometrischen Zeichen als eigene Bildsprache entwickelt hat. Ausgehend von der Zeichnung trägt sie dieses Vokabular nach und nach in den Raum. Im Zimmermannhaus zeigt sie den Beginn einer neuen, reliefartigen Bildserie, begleitet durch eine raumgreifende Arbeit und die «Traveling Pals #1–7», sieben eigenständige, bewegliche Objekte.

Adresse 
Vorstadt 19
5200 Brugg
Schweiz
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