Are we all here?

Marc Lee, Used to Be My Home Too, Script-based installation, 2021.

Marc Lee, Used to Be My Home Too, Script-based installation, 2021.

Are we all here?

Exploring Embodied Virtuality Today

Ereignistyp 
Ausstellung
Datum 
16.10.202127.11.2021
Information 

Eröffnung: 15.10.2021, 20-22 Uhr
Dauer: 16.10.2021- 27.11.2021

Öffnungszeiten: Donnerstag & Samstag: 17–19 Uhr und nach Vereinbarung: info@oncurating-space.org

Rahmenprogramm:
13. November, 14 Uhr (Zoom): Vortrag von Eduardo Kac
20. November, 14 Uhr (Zoom): Aufführung von Corpos Informáticos
27. November, 14 Uhr (Zoom): Performance-Workshop von Tammara Leites/Simon Senn

Are we all here? Exploring Embodied Virtuality Today erforscht Diskurse über Konnektivität und Intimität durch den Einsatz digitaler Medien, von den Anfängen des Internets in den frühen 1990er Jahren bis zu seiner Entwicklung in den folgenden Jahrzehnten. Mit dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie sind Gesellschaften mehr denn je mit (Selbst-)Isolation, dem Verlust von physischen Kontakten und einer zunehmenden Verlagerung sozialer Interaktionen in den digitalen Raum konfrontiert. In dieser Situation hat das Projekt frühe Netzkunstwerke aus den 1990er und 2000er Jahren zum Anlass genommen, unser heutiges verändertes Verhalten in Bezug auf Nähe, Intimität und andere Beziehungen mit digitalen Mitteln zu untersuchen.

Im Zentrum des Ausstellungsraums steht Eduardo Kacs Arbeit Teleporting An Unknown State (1994/96), eine frühe interaktive Biotelematische Arbeit, die für diese Ausstellung neu konzeptualisiert wird. Die Installation verbindet eine telematische Präsenz (live-gestreamte Webcams) mit dem Planetarischen in Form einer Pflanze, die nur durch den Bildschirm Licht empfängt.  In Verbindung mit dieser Arbeit dokumentiert das vor Ort ausgestellte Netzkunstwerk Telepresence2 (2001) die performativen Begegnungen von Corpos Informáticos in einem frühen digitalen Umfeld, das unseren heutigen Zusammenkünften über Zoom  unheimlich ähnelt. Die Aufführungsserie Telepresence untersuchte digitale Begegnungen über ein Netzwerk mit Hunderten von Bildern und Tönen digital zugeschalteter Performer*innen.

Beeinflusst von diesen Überlegungen zu Nähe, Intimität und Isolation mit digitalen Mitteln werden die Arbeiten von Marc Lee, Maëlle Gross, Alexandra Pfammatter, Katrin Niedermeier, Lauren Huret und Olga Bushkova entweder digital oder vor Ort gezeigt. Eine dokumentarische Videoarbeit zur Selbstbeobachtung von intimen Choreografien, die in einer Reihe von Zoom-Workshops der Choreografin Be Van Vark durchgeführt wurden, ergänzt die Werke der Künstler*innen.
Darüber hinaus werden Vorträge und Lecture-Performances von Eduardo Kac, Corpos Informáticos, Stefan Kaegi, Boris Magrini und Tammara Leites/Simon Senn die Ausstellung begleiten.

Die dreiteilige Ausstellung wird im Ausstellungsraum OnCurating Project Space, auf der digitalen Plattform areweallhere.net und mit einem Begleitprogramm realisiert. Die digitale Plattform ist nicht nur eine Dokumentation der Ausstellung vor Ort, sondern erweitert die physische Ausstellung ins Digitale. Die digitale Plattform wird zusammen mit der Ausstellungseröffnung freigeschaltet, und mit dem Ende der Ausstellung werden auch die digital gezeigten Werke  nicht mehr zu sehen sein. Die Gespräche und Performances werden nach und nach in die digitale Plattform eingepflegt.

Pressematerial  demnächst hier:
https://oncurating-space.org/are-we-all-here-exploring-embodied-virtuality-today/

Wir bedanken uns bei ProHelvetia für ihre Unterstützung.

Adresse 
Ausstellungsstr. 16
8005 Zürich
Schweiz
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