Aus der Tiefe der Zeit. Kunst in Graubünden vor 1530

Aus der Tiefe der Zeit. Kunst in Graubünden vor 1530

Ereignistyp 
Ausstellung
Datum 
14.04.201915.09.2019
Information 

Eine Ausstellung von Peter Zumthor, Stephan Kunz und Florio Puenter

Aus Anlass des 100-Jahr-Jubiläums rückt das Bündner Kunstmuseum nicht seine eigene Geschichte in den Fokus, sondern verleiht der Kunst in Graubünden eine historische Tiefe und feiert gleichzeitig die Villa Planta in ihrer architektonischen Besonderheit. Das ehemalige Privathaus dient seit 1919 als Museum.
Zusammen mit dem Architekten Peter Zumthor, der in den 1980er-Jahren massgeblich an der Renovation der Villa beteiligt war, haben wir eine Ausstellung konzipiert, in der ausgewählte Kunstwerke aus Graubünden gezeigt werden, die vor der Reformation entstanden sind. Zu sehen sind aber nicht die historischen Objekte, sondern Fotografien von Florio Puenter, der in seinem Schaffen immer wieder kulturgeschichtliche Aspekte reflektiert und als Künstler für dieses Projekt gewonnen werden konnte.
Für die Ausstellung wurden Werke aus allen Bereichen von Kunst und Kultur ausgewählt: archäologische Fundstücke aus dem Calancatal ebenso wie Marmorskulpturen aus Müstair, Reliquienschreine aus dem Domschatz von Chur oder Fresken aus Waltensburg, eine Truhe aus dem Engadin oder Figuren einer Beweinung aus Domat/Ems. Florio Puenter hat die Aufgabe übernommen, an die Standorte zu reisen und die Objekte zu fotografieren. In der Ausstellung werden sie massstabsgetreu in Originalgrösse wiedergegeben. Die Schwarz-Weiss-Fotografien heben die besondere ästhetische Qualität der ausgewählten Objekte hervor. In der räumlichen Inszenierung treten sie in Kontrast zu den farbigen Wänden der Villa und lassen auch diese erstrahlen.
Mit den Augen von heute blicken wir auf die Kunst vergangener Zeiten und schenken ihr neue Aufmerksamkeit. Dabei offenbart sich in erster Linie der künstlerische Wert der Objekte. Es zeigen sich aber auch unterschiedliche Bedeutungen der Werke, die aus vielen Jahrhunderten stammen und besondere Inhalte und Kontexte vermitteln. Auf diese Weise kommen in der Ausstellung verschiedene künstlerische Vorstellungen zusammen und machen das Museum zu einem umfassenden Haus der Kunst.

Adresse 
Bahnhofstrasse 35
7000 Chur
Schweiz
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Längst vergessene Kulturschätze des Kantons Graubünden werden für unsere Augen sichtbar gemacht, als Fotografien in Schwarz-Weiss und im Massstab 1:1
 
Der Anfang des Bündner Kunstmuseums liegt in der Villa Planta. 1919 wurde sie als Museum eingerichtet. In Zusammenarbeit mit dem Architekten Peter Zumthor und dem Fotografen Florio Puenter werden zum 100-jährigen Jubiläum ausgewählte Kunstwerke aus Graubünden, die vor der Reformation entstanden sind, als Schwarz-Weiss-Photographien gezeigt und formen so eine strenge Typologie der Bündner Kunst, in der alle Objekte gleichberechtigt nebeneinander stehen.
Längst vergessene Kulturschätze des Kantons Graubünden werden für unsere Augen sichtbar gemacht, als Fotografien in Schwarz-Weiss und im Massstab 1:1
 
Der Anfang des Bündner Kunstmuseums liegt in der Villa Planta. 1919 wurde sie als Museum eingerichtet. In Zusammenarbeit mit dem Architekten Peter Zumthor und dem Fotografen Florio Puenter werden zum 100-jährigen Jubiläum ausgewählte Kunstwerke aus Graubünden, die vor der Reformation entstanden sind, als Schwarz-Weiss-Photographien gezeigt und formen so eine strenge Typologie der Bündner Kunst, in der alle Objekte gleichberechtigt nebeneinander stehen.

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