BALZ BAECHI Werke 1968 - 2018

Balz BaechiA.H. malt sich selbst, 1998Öl auf Leinwand80 x 50 cm

Balz Baechi
A.H. malt sich selbst, 1998
Öl auf Leinwand
80 x 50 cm

BALZ BAECHI Werke 1968 - 2018

Ereignistyp 
Ausstellung
Datum 
17.01.201916.02.2019
Information 

Die Fabian & Claude Walter Galerie würdigt mit der Einzelausstellung das Schaffen des Schweizer Künstlers Balz Baechi. Baechi erreichte vor allem mit seinen Theaterzeichnungen im 1989 erschienene Buch „Theater in Sicht“ sowie mit seinen Politik-Cartoons, die in den Tageszeitungen publiziert wurden, einen hohen Bekanntheitsgrad. Um 1970 begann Baechi sich verstärkt autodidaktisch der Ölmalerei zuzuwenden. Seither malte er über vierhundert Bilder und fertigte objekthafte Assemblagen und Lithografien. Noch immer ist Baechi trotz seines Alters von über 80 Jahren unermüdlich künstlerisch tätig und engagiert sich mit seiner 2002 gegründeten Stiftung für den Erhalt historischer Wandmalereien und Bauwerke weltweit. Baechi, der sich sowohl der abstrakten Malerei, der Landschaftsmalerei, dem Porträt und dem Akt bedient, stellt in seinen Gemälden Figuratives neben Abstraktes und Reales neben Fantastisches, was eine konventionelle Einordnung seiner Kunst erschwert.

„Meine Generation (geboren  1937) war, wie man jetzt gewahr wird, nach dem Krieg Zeuge einer guten Zeit. Ihre Kunst besetzt das Gelände zwischen den Eckpunkten einer ersten Moderne nach der Jahrhundertwende. Faktoren sind unter anderem Reisemöglichkeiten zu anderen Kulturen, Immigration und Frauenemanzipation. Auch empfängt diese zweite Moderne Impulse aus Amerika. Abstraktion verdrängt das Thema Figur in Foto und Film und die Kunstgrenzen weichen, zum Beispiel in der Schweiz, zur Plakatgrafik und Werbung. Wassily Kandinskys Alphabet von reiner Form und Farbe entdeckt das Erzählen von Geschichten wieder. Realismus und Surrealismus grüssen sich. Meine nach Modell gemalten Figurenbilder übersetzen das hiesige Fremdwort Figur auf Schweizerdeutsch. Das Theater, welches ich beim Zeichnen von Figur im inszenierten Raum erfuhr, war das Modell für komplex komponierte Abstraktionen und für Illustrationen im Tages Anzeiger zwischen 1959 und 1989. Die Vibration zwischen den beiden ist mein eigentliches Thema. Hinter all dem behält Carvaggios Ruf nach Naturbeobachtung als Anstoss zu allem seine Lautstärke und sei es nur jene der Wasserwirbel beim Joggen im Küsnachter Tobel hinter meinem Atelier. Diese hindert Fantasie und Invention keineswegs.“ – Balz Baechi

Adresse 
Rämistrasse 18
8001 Zürich
Schweiz
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Künstler/innen
Balz Baechi

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