Italia

Italia

Zwischen Sehnsucht und Massentourismus

Ereignistyp 
Ausstellung
Datum 
12.03.202211.09.2022
Information 

talien war seit jeher ein Sehnsuchtsort für Künstler. Seit der Renaissance übte das Land als Wiege der Künste eine ausserordentliche Faszination auf die europäischen Kunstschaffenden aus. Michelangelo, Raffael und Leonardo galten als unumstrittene Höhepunkte und die Antike war hier wie nirgendwo anders unmittelbar erfahrbar. Auch für Wissenschaftler und Dichter der Aufklärung gehörte eine Bildungsreise in den Süden zum obligaten Programm. Neben der Antikenbegeisterung und der Bewunderung für die italienische Kunstgeschichte war es vor allem die Sehnsucht nach dem Süden als Inbegriff von Freiheit und Einklang von Kunst und Leben im utopischen Arkadien, die Italien zum real existierenden Ziel der Träume machte. Von den niederländischen Bentvueghels des 17. Jahrhunderts über die Klassizisten und die romantisierenden Präraffaeliten bis hin zu den Deutsch‐Römern zog es die Künstler mit immer wieder neuem Blick ins Bel Paese.

Im 20. Jahrhundert änderte sich diese Sicht: Die einstmals noble Grand Tour wich dem Massentourismus, die Weltkriege führten zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte. Der idealisierte Sehnsuchtsort war einer nüchternen, modernen Betrachtung gewichen. Die Arte Povera unterlief in den 1960er Jahren die Erwartungshaltungen und befragte das Italien von damals mit neuem, anderem Blick. Das über die Jahrhunderte von aussen verklärte Land wurde nun von innen reflektiert betrachtet. Heute beleuchten Kunstschaffende wie Monica Bonvicini und Luigi Ghirri das eigene Land in schonungsloser Direktheit. Langweilig wird es nie in Italien – Andiamo!

Die Ausstellung folgt dem Aufbruch in den Süden von namhaften Künstlern wie Claude Lorrain und Jan Both über Joseph Anton Koch, Carl Blechen, Arnold Böcklin und Anselm Feuerbach bis zu Barthélemy Menn und kontrastiert erstmals deren Italienerlebnis mit den kritischen Gegenbildern der Arte Povera und der Kunst von heute.

Claude Lorrain, Jan Both, Joseph Anton Koch, Carl Blechen, Arnold Böcklin, Anselm Feuerbach, Barthélemy Menn, Luigi Ghirri, Monica Bonvicini, Luciano Fabro

Kuratorin: Andrea Lutz

Adresse 
Stadthausstr. 6
8400 Winterthur
Schweiz
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Unser südliches Nachbarland steht im Zentrum der drei Ausstellungen «Italia», «Nord-Süd» und «Di passaggio»

Italien war seit jeher ein Sehnsuchtsort für Künstler. Seit der Renaissance übte das Land als Wiege der Künste eine ausserordentliche Faszination auf die europäischen Kunstschaffenden aus. Michelangelo, Raffael und Leonardo galten als unumstrittene Höhepunkte und die Antike war hier wie nirgendwo anders unmittelbar erfahrbar. Die drei Ausstellungen bieten aber nicht nur grosse Meister sondern auch einen Ausschnitt der umfangreichen, hauseigenen Arte Povera-Sammlung und entzückende Miniaturen.

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