MARK WILLIAMS

MARK WILLIAMS

Works on paper and 4 Small Paintings

Ereignistyp 
Ausstellung
Datum 
19.01.201916.03.2019
Information 

„ I make abstract, nonrepresentational art. My compositions are asymmetrical geometric rhythms. The asymmetry creates a sense of movement, transition, and the element of time. Though my art is reductive, my surfaces are painterly.“
                                         

Mark Williams 

Der New Yorker Künstler Mark Williams war 2015 letztmals in einer Einzel- und einer Gruppenausstellung in der Galerie Wenger vertreten. Die aktuell ausgestellten Werke unterscheiden sich stilistisch und formal wesentlich von den damals gezeigten und können als „reduce to the max“ bezeichnet werden, eine Formulierung, die auch der deutsch-amerikanische Architekt Ludwig Mies van der Rohe für den Minimalismus im Bauen verwendete. Konstruktiv konkrete Kunst kann in Analogie dazu als Ausdruck für einen Minimalismus in der bildenden Kunst verstanden werden, die, wie bei Williams, auf Farben, Formen, Linien und Materialien konzentriert ist. Der Künstler hat diese, für sein Schaffen wesentlichen Elemente, in den aktuellsten Arbeiten weiter reduziert, um maximale Effekte zu erzielen. 

 

Seine Kompositionen bestehen immer noch aus unterschiedlich grossen Balken, die im Wechselspiel mit streng opaken, halb deckend bis gestisch lasierenden, teilweise fast monochromen Farbschichten den Betrachter in den Bann ziehen. Oft schimmert  der Bildträger  - Yupo, ein synthetisches Papier, durch die Farbe. Auch seinem eingangs zitierten Kunstverständnis bleibt Williams durchaus gerecht: Die Arbeiten sind immer noch abstrakt, ungegenständlich und bestehen aus Kompositionen von asymmetrischen, geometrischen Rhythmen, zeugen aber von Mut zur Reduktion: Die ursprünglich bunte Farbpalette ist einer mehrheitlich  grauen, schwarzen und weissen gewichen, Grossformate werden oft durch Kleinformate, Bildträger wie Holz oder Leinwand gerne durch Papier ersetzt; anstelle von Acryl, Öl oder Emaille verwendet er nun vermehrt Tusche sowie gut von Hand verwischbare Kohle und Pigment Kreiden; auf Rundungen und Wellen als Gegensatz zu Rechtecken mit ihren scharfen Ecken und Kanten verzichtet Williams ganz. Dadurch sind Oberflächen „malerischer“ geworden,  wobei die Gesten des Malens/Verwischens kontrollierter als früher wirken und visuell gut erkennbar sind. Der Betrachter kann dadurch eine besinnliche Reise in verschiedene illusionistische Räume antreten. Emotionen werden geweckt; Unsichtbares und Unfassbares wird „sichtbar“ gemacht.

Dr. Magdalena Plüss, Kunsthistorikerin

Institution 
Adresse 
Mühlebachstr. 12
8008 Zürich
Schweiz
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Künstler/innen
Mark Williams

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