Oliver Krähenbühl, Marion Ritzmann

Marion Ritzmann, Ausschnitt von «On turns, lines and areas (with pot plant)», 2018. Foto: Marion RitzmannMDF, Pigmente, Tusche, Dispersionsfarbe, Kreide, Kreidespray, Rollen, Kette, Pflanze

Marion Ritzmann, Ausschnitt von «On turns, lines and areas (with pot plant)», 2018. Foto: Marion Ritzmann
MDF, Pigmente, Tusche, Dispersionsfarbe, Kreide, Kreidespray, Rollen, Kette, Pflanze

Oliver Krähenbühl, Marion Ritzmann

WAS IST

Ereignistyp 
Ausstellung
Datum 
26.10.201908.12.2019
Information 

Vom 26. Oktober bis 08. Dezember 2019 zeigt das Zimmermannhaus Brugg unter dem Titel «WAS IST» eine Doppelausstellung mit den Positionen der beiden Kunstschaffenden Oliver Krähenbühl (*1963, lebt und arbeitet in Suhr) und Marion Ritzmann (*1978, lebt und arbeitet in Basel und Zürich). Beide Kunstschaffenden beschäftigen sich in ihrer Arbeit mit der Veränderbarkeit und Beeinflussbarkeit des uns umgebenden Raumes und unserer Wahrnehmung davon. Eine prozesshafte Arbeitsweise und kontinuierliche Auseinandersetzung mit Formgebung und Komposition von Raumfragmenten ist bei beiden zentral. So untersuchen ihre Arbeiten den Raum und seine Konstruktion, vermessen ihn, zerlegen ihn, strukturieren ihn, schaffen ihn neu. Das Verhältnis von Materie und Leerstelle spielt eine prägende Rolle; wie auch die Frage danach, wie sich die Dinge zueinander in Beziehung setzen. 

Ähnlich einem Plastiker, der modellierend Ton oder Gips zusammenfügt, Teile hinzufügt und wieder abträgt bis die richtige Form gefunden ist, entwickelt Oliver Krähenbühl seine expressiv farbigen und dynamischen Bilder mit ihren kontrastierenden Lichtflächen. Seine Malereien gehen auf bestehendes Bildmaterial zurück. Professionelle Fotografien stehen gleichberechtigt neben Facebook-Schnappschüssen, Handyblogs und Meisterwerken der Kunstgeschichte. Dieser ununterbrochene Stream von Bildinformationen bildet unser Abbild, unsere Idee von der Welt und von uns selbst. Im Stakkato der Bildinformationen bleibt keine Zeit, damit sich ein Bild vertieft setzen kann, bereits wird das letzte Bild durch das nächste überlagert. Es bleiben lediglich Fragmente von Eindrücken. Ausblenden und Hinzufügen – in einem intensiven Prozess von Auftragen und Abwaschen von Farbe verfremdet Oliver Krähenbühl auch die perspektivischen Vorgaben seiner Motive, bis sich die Gewissheit räumlicher Zusammenhänge verflüchtigt. 

«Ich denke und arbeite mit und in Systemen», sagt Marion Ritzmann über sich selbst. 
Konzept, Performance, Zeichnung und Installation fliessen in ihren Werken zusammen. Ihre Arbeiten tragen ein Formenvokabular in sich, das die Künstlerin seit mehreren Jahren aus Flächen, Linien, abstrakten Formen und geometrischen Zeichen als eigene Bildsprache entwickelt hat. Ausgehend von der Zeichnung trägt sie dieses Vokabular nach und nach in den Raum, als raumgreifende Installationen oder auch als eigenständige Objekte. Ritzmann begreift ihre Arbeitsweise als fortlaufenden Prozess, in dem einzelne Elemente aus vorherigen Arbeiten in folgenden wieder auftauchen. Im Zimmermannhaus zeigt sie den Beginn einer neuen, reliefartigen Bildserie, begleitet durch eine raumgreifende Arbeit und die «Traveling Pals #1–7», sieben Objekte, die nicht unbedingt an einen fixen Ort gebunden sind. 

Adresse 
Vorstadt 19
5200 Brugg
Schweiz
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