Touch Me I'M Sick

Maya Bringolf, «Inhale Exhale», 2019
Abgefackelter Bürostuhl, Lüftungsrohre,
1,6 x 1 x 1 m

Maya Bringolf, «Inhale Exhale», 2019

Abgefackelter Bürostuhl, Lüftungsrohre,

1,6 x 1 x 1 m

Ross Sinclair, «Touch Me I’M Sick», T-Shirt Painting, 1998

Ross Sinclair, «Touch Me I’M Sick», T-Shirt Painting, 1998

Touch Me I'M Sick

Kunst blickt auf Krankheit mit Wilfried Bolliger, Maya Bringolf, Anna Jermolaewa, Thomas Müllenbach, Susana Perrottet, Nicole Schmid, Ross Sinclair, Gianluca Trifilo, Artur Zmijewski

Ereignistyp 
Ausstellung
Datum 
18.01.202005.07.2020
Information 

Mit der Corona-Krise hat TOUCH ME I'M SICK eine fast beunruhigende Aktualität erhalten. Geplant wurde die Ausstellung aber natürlich lange vorher. Nach Ende des Shutdowns wird sie noch bis zum 5. Juli zu sehen sein. 

TOUCH ME I'M SICK – Kunst blickt auf Krankheit

Mit: Wilfried Bolliger, Maya Bringolf, Anna Jermolaewa, Otto Lehmann, Thomas Müllenbach, Susana Perrottet, Nicole Schmid, Ross Sinclair, Gianluca Trifilo, Artur Zmijewski

Im Leben ist Krankheit ein grosses Thema, in der Kunst ist sie heikles Terrain. Dennoch wagen sich Künstlerinnen und Künstler immer wieder an den existenziellen Komplex. Die Ausstellung bringt zehn Positionen zusammen, die in ganz unterschiedlichen Medien – mittels Fotografie, Zeichnung, Malerei, Video, Skulptur und Installation – von der Begegnung mit Krankheit erzählen. 

In ihrem Essay «On beeing ill» schrieb Virginia Woolf, Krankheit und Schmerz seien das Gegenteil von Sprache. Die Unmittelbarkeit der Krankheit entzieht sich der Sprache und lässt sich nur schwer (objektiv) vermitteln. Wenn sich die Kunst mit Krankheit auseinandersetzt, dann stösst sie ziemlich schnell an eine Grenze, die sich an genau diesen Fragen reibt. Wie nah, wie konkret darf Kunst der Krankheit kommen? Dürfen künstlerische Statements auf unser Gemüt zielen, an unser Mitleid appellieren? Wie wird der Einzelfall, die konkrete Erfahrung zu einem Gegenstand, der adäquat kommunizierbar und damit auch debattierbar ist? Zehn Positionen schlagen unterschiedliche Möglichkeiten vor, einen Umgang mit dem Thema zu finden.

Die Ausstellung dreht sich vordergründig um Fragestellungen, welche die Menschen ganz umittelbar beschäftigen und interessieren. Im Subtext schwingt neben dem sozialen und menschlichen Thema aber auch die aus einer grundsätzlichen Perspektive hochbrisante Fragestellung nach den Möglichkeiten künstlerischen Erzählens mit. Das Begleitprogramm wird die Debatte in beide Richtungen vertiefen.

«Touch Me I’m Sick» fügt sich mit dem Bezug auf Körperliches in den Themenkreis der Bäderkultur, die in vorfreudiger Erwartung auf das neue Botta-Bad von mehreren Badener Institutionen in den Fokus gerückt wird. Nur, dass hier nicht die sogenannte „Wellness“, sondern mit der Krankheit deren Kehrseite in den Fokus gerückt wird. 

Alle ein bis zwei Jahre konzipiert der Kunstraum Baden eine thematisch ausgerichtete Ausstellung zu brisanten gesellschaftlichen Fragestellungen. Nach «Warzone Peace» 2014 zum Thema Krieg und Frieden, «Kein schöner Land» 2016 zum Thema Willkommenskultur, Flucht und demokratische Tradition, «Märkte & Menschen» 2017 zum Thema Geld regiert die Welt, und «Raumgeschichten» 2018 zum Thema Lebensräume, ist «Touch Me I’m Sick» das fünfte Kapitel der essayistisch angelegten Reihe. Kuratiert wird die Ausstellung von Claudia Spinelli und Rolf Bismarck. 

Digitaler Rundgang Ab Anfang April ca wird die Ausstellung in einem digitalen Rundgang zu entdecken sein. www.kunstraumbaden.ch

Institution 
Adresse 
Güterstrasse (Toreinfahrt Regionalwerke)
Haselstrasse 15
5400 Baden
Schweiz
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