«tuchfühlen»

Atelieraufnahme 

Rochus Lussi, Wolf, Pappelholz, 100 x 90 x 90, 2020

Rochus Lussi, Wolf, Pappelholz, 100 x 90 x 90, 2020

Rochus Lussi, Wolf, Pappelholz, 100 x 90 x 90, 2020

"panini" Lindenholz in Farbe gefasst 10 x 10 x 10 cm 2020 21

"panini" Lindenholz in Farbe gefasst 10 x 10 x 10 cm 2020 21

Wolf Pappelholz in Farbe gefasst 85 x 75 x 100 cm 2020panini Lindenholz in Farbe gefasst 10 x 10 x 10 cm 2020 21

Wolf Pappelholz in Farbe gefasst 85 x 75 x 100 cm 2020panini Lindenholz in Farbe gefasst 10 x 10 x 10 cm 2020 21

Wolf rechts  Pappelholz in Farbe gefasst 85 x 75 x 100 cm 2020panini Lindenholz in Farbe gefasst 10 x 10 x 10 cm 2020 21

Wolf rechts  Pappelholz in Farbe gefasst 85 x 75 x 100 cm 2020panini Lindenholz in Farbe gefasst 10 x 10 x 10 cm 2020 21

Installation Rochus Lussi Wolfsrudel 2020 21

Installation Rochus Lussi Wolfsrudel 2020 21

Wolfsrudel Rochus Lussi Installation

Wolfsrudel Rochus Lussi Installation

Wolf Pappelholz 85 x 75 x 72 2020

Wolf Pappelholz 85 x 75 x 72 2020

panini Lindenholz in Farbe gefasst 10 x 10 x 10 cm 2020 21 

panini Lindenholz in Farbe gefasst 10 x 10 x 10 cm 2020 21 

panini Lindenholz in Farbe gefasst 10 x 10 x 10 cm 2020 21 

panini Lindenholz in Farbe gefasst 10 x 10 x 10 cm 2020 21 

Installation Rochus Lussi 2021

Installation Rochus Lussi 2021

Kamm I Lindenholz in Farbe gefasst, 70 x 30 x 4 cm, 2021

Kamm I Lindenholz in Farbe gefasst, 70 x 30 x 4 cm, 2021

Kamm II Lindenholz in Farbe gefasst, 75 x 14 x 6cm, 2021

Kamm II Lindenholz in Farbe gefasst, 75 x 14 x 6cm, 2021

ürklopferWolf Eichenholz in Farbe gefasst 28 x 14 x 13 cm 2020

ürklopferWolf Eichenholz in Farbe gefasst 28 x 14 x 13 cm 2020

Türklopfer Schlange Eichenholz in Farbe gefasst 28 x 13 x 8 cm

Türklopfer Schlange Eichenholz in Farbe gefasst 28 x 13 x 8 cm

«tuchfühlen»

Objektgruppen in Holz

Ereignistyp 
Ausstellung
Datum 
16.01.202115.04.2021
Information 

Tuchfühlen

Rochus Lussi (*1965) ist Bildhauer. Er zeichnet und ist in der Performance Art unterwegs seit 1992. In den Arbeiten von Rochus Lussi begegnen wir Gruppen von Holzobjekten. Ansammlungen, Szenen gleicher Arten mit mehr oder weniger veränderten Konstellationen schaffen das Gesamtbild seiner Raumarbeiten. Zum Teil Hunderte von Objekten formieren sich zu grossflächigen ornamentalen Feldern und lassen die Betrachterin und den Betrachter zu einem Teil der Installation werden. Dass die repetierte Einzelfigur zur Masse wird aber auch das Du und Ich darin interessieren den Bildhauer.

In seinen Recherchen geht er aktuellen und historischen Geschichten nach welche er in neue Zusammenhänge stellt. Daraus formt Rochus Lussi Prototypen in Holz, die er zu Massen fräsen lässt, um sie dann wieder zu Originalen zu verändern. Oder er schafft mit eigener Körperkraft mit Kettensäge, Trennscheibe und Messer grosse Gruppen von scheinbar gleichen Originalen. Die Objekte werden geraspelt, naturbelassen oder in Farbe gefasst. Jedes Exemplar ist schlussendlich ein Unikat, obwohl es als Bestandteil einer großen Menge erscheint. Bei diesem Arbeitsschritt widmet Lussi der Körperlichkeit und dem Umraum seiner Installationen viel Aufmerksamkeit. Er installiert die Objektgruppen in neu gewählten Räumen und irritiert mit Kippsituationen zwischen Öffentlichkeit und Intimität, Realität und Illusion.

In den letzten Jahren ist die menschliche Figur praktisch ganz aus seinem Schaffen verschwunden. Der Mensch ist zwar in einer Form in das Geschehen involviert, aber nicht sichtbar. Dafür interessieren ihn Formen aus dem Alltag, Strukturen, Faltenwürfe, Oberflächen von verschiedensten Körperwelten, deren Sinn er transformiert, um damit seine oder neue Geschichten zu erzählen.

Rochus Lussi beschäftigt sich in seiner Bildhauerei, aber auch in seinen Zeichnungen und der Performance Art mit der Existenz des Individuums in der Masse und dessen Empfindsamkeit. Seine Performances sind, wie er selbst sagt „bewegte Skulpturen“. Zentrale Themen in seiner Arbeit sind das Pendel zwischen der Verletzlichkeit und der Wehrhaftigkeit und die Frage nach Opfer und Täter. Dabei kann sie ins Makabre und Abstruse kippen. Dafür formt Lussi Objekte, Reliefs und Installationen, die im ersten Augenblick durchaus ästhetisch wirken. Je nach Fokus aber werden diese Setzungen zu Landschaften, Topografien, oder wiederum zu überdimensionalen Hautpartien, die wir mit blossem Auge nicht mehr wahrnehmen. Haut umfasst immer einen Körper, wirkt als Membran vom Inneren zur Aussenwelt. Deren Offenporigkeit macht diese Schutzschicht sensibel und verletzbar. Diese Felder verortet er und formt Trophäen aus unserem Dasein.

2019 wird Rochus Lussi mit dem Innerschweizer Kulturpreis ausgezeichnet.

Start der Ausstellungsbesichtigung: 16.01.2020

Eröffnung (je nach Bundesbestimmungen der Coronasituation) 

DONNERSTAG 04.Februar von 14.00 - 10.00 Uhr Künstler Rochus Lussi von 17.00 - 10.00 anwesend.

Adresse 
Stiftstr. 4
6006 Luzern
Schweiz
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Künstler/innen
Rochus Lussi

Videos

Ein Wolfsrudel und drei weitere Installationen von Rochus Lussi können im Schaufenster der Galerie Vitrine angesehen werden.

Die ganze Galerie ist als Schaufenster konzipiert. Im schwarzen Raum lagert das achtköpfige Wolfsrudel: spielend, knurrend, ausruhend. An der hinteren Wand installiert ist die Arbeit «tuchfühlen», die titelgebende Installation von Spiegel, Schlangen und Kämmen. Und wie ein Sternenhimmel die 146 Panini, die Brüste der heiligen Agatha.

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