A.T. 3D – Die räumliche Welt des André Thomkins im Kunstmuseum

André Thomkins · Knopfei, 1958/1977, Ei mit aufgenähtem Knopf und Fadenspule, 11,5 x 5 cm

André Thomkins · Knopfei, 1958/1977, Ei mit aufgenähtem Knopf und Fadenspule, 11,5 x 5 cm

Hinweis

A.T. 3D – Die räumliche Welt des André Thomkins im Kunstmuseum

Vor knapp zwei Jahren übernahm das Kunstmuseum Liechtenstein den Nachlass des aus Luzern stammenden Künstlers André Thomkins (1930 Luzern – 1985 Berlin) als Depositum – Grund genug, ihm jetzt eine Ausstellung einzurichten. Der Maler, Grafiker und Zeichner, der Meister im Kleinformat, stellte in vielfachen Experimenten mit verschiedenen Materialien und Techniken humorvoll-fantastische Werke von gedanklicher Tiefe und assoziativer Qualität her. Dabei ermutigte der von Dada und Surrealismus Begeisterte den Zufall, am Entstehungsprozess dabei zu sein. Zudem äusserte er sich in Palindromen und Anagrammen. Er hat die Lackskin-Technik entdeckt, er schuf Plastiken aus Abfallprodukten oder sonstigen Materialien, stellte Musikinstrumente her und entwarf utopische Stadtfantasien. Der intensive Austausch mit Freunden und Künstlerkollegen brachte dem unermüdlichen Miniaturisten in der Tradition des Manierismus immer neues Anregungspotenzial ein. Thomkins hat die Aktualität des Denkens mit altmeisterlicher Umsetzung zusammengebracht. Für die Ausstellung hat Nicolas Thomkins, ein Sohn des Künstlers, eine persönliche Auswahl getroffen. Zur Finissage, am 29.2. findet die Performance «Anagrammatische Museolosik» der Thomkins-Tochter Jenison statt.

Bis 
28.02.2004

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