Gehen Bleiben im Kunstmuseum

MARINA ABRAMOVIÇ/ULAY · Relation in Space, 1976 (Beziehung im Raum) Performance, 58 min., Biennale di Venezia, Giudecca, Venedig Juli 1976, DVD video, 11:56 min, Netherlands Media Art Institute, Montevideo/Time, Based Arts, Amsterdam, Courtesy Sean Kelly Gallery New York, Foto: Jaap de Graaf © ProLitteris, Zürich 2007

MARINA ABRAMOVIÇ/ULAY · Relation in Space, 1976 (Beziehung im Raum) Performance, 58 min., Biennale di Venezia, Giudecca, Venedig Juli 1976, DVD video, 11:56 min, Netherlands Media Art Institute, Montevideo/Time, Based Arts, Amsterdam, Courtesy Sean Kelly Gallery New York, Foto: Jaap de Graaf © ProLitteris, Zürich 2007

Hinweis

Gehen Bleiben im Kunstmuseum

Gehen, als Verb, das nur für Menschen oder personifizierte Tiere gebräuchlich ist, bezeichnet die einfache Form der Bewegung, Schritt vor Schritt irgendwohin. Gehen ist aber auch Metapher für einen Abschied. Darum ist dem Gehen normalerweise das Kommen beigesellt: Kommen und Gehen, beide sind aktiv gerichtet. Die Bonner Ausstellung konfrontiert Gehen aber mit Bleiben. So kommen zwei eher unterschiedliche Arten von Aktivitäten und ein dahinter stehender Entscheidungsprozess ins Schwingen. Gehen beinhaltet die Suche nach Neuem, den Aufbruch, das Unterwegssein, Bleiben bedeutet die Entscheidung für einen Ort, ein soziales Gefüge. Der Mensch geht, weil er oder sie entdecken, forschen, erobern will oder vertrieben wird, man bleibt, weil man sich dafür entscheidet oder gar keine Wahl hat. Die Ausstellung umfasst über 80 Kunstwerke von 37 KünstlerInnen, die das Gehen und das Bleiben als unmittelbare, freie oder erzwungene, an den Körper gebundene und damit Identität prägende Erfahrungen zeigen. Sie befragen prinzipielle Möglichkeiten der Selbstwahrnehmung und Selbstvergewisserung, der Beziehung zu Raum und Zeit und auch historische, gesellschaftliche und biografische Aspekte werden formuliert. Dabei können Gehen und Leben, Bleiben und Erstarren in eins gesetzt werden, das Gehen aber auch als nomadisch ruheloses Umherirren, das Bleiben als Ankommen bei sich selbst definiert sein. Einige der fast durchweg sehr prominenten Teilnehmenden sind: Marina Abramovic/Ulay, Absalon, Ulf Aminde, Janine Antoni, Regina José Galindo, Mona Hatoum, Pipilotti Rist, Michal Rovner, Seifollah Samadian, Franz Erhard Walther.

Mit Katalog im Hatje Cantz Verlag.

Bis 
16.02.2008

Werbung