work to do in der Shedhalle

FOLKE KÖBBERLING und MARTIN KALTWASSER · Shedhalle Satellit,
Termporärer Pavillon auf dem Werdplatz Zürich (19.10. bis 19.1.), © ProLitteris, Zürich

FOLKE KÖBBERLING und MARTIN KALTWASSER · Shedhalle Satellit,
Termporärer Pavillon auf dem Werdplatz Zürich (19.10. bis 19.1.), © ProLitteris, Zürich

Hinweis

work to do in der Shedhalle

Zum dritten Mal bindet das Kuratorenteam der Shedhalle, bestehend aus Katharina Schlieben und Sönke Gau, einzelne Ausstellungen in sich über ein Jahr erstreckende Themenblöcke ein. Wurden früher bereits «Spektakel, Lustprinzip oder das Karnevaleske?» und «Kolonialismus ohne Kolonien?» zur Befragung gebracht, geht es jetzt mit einer imperativen Aufforderung weiter: «Work to do! Selbstorganisation in prekären Arbeitsbedingungen». Zu arbeiten unter prekären Bedingungen betrifft die KuratorInnen teilweise selbst, insofern sie sich full time für ein in Prozenten verrechnetes Pensum engagieren, zudem einen befristeten Job machen. Noch mehr sind die PraktikantInnen betroffen, deren Voten zusammen mit denen der KuratorInnen von Saskia Holmkvist in «internship in Privat» aufgezeichnet wurden. Bei den Sans-Papiers geht es um die ganze Existenz. Die kroatische Künstlerin Andreja Kulunicic bietet mit ihrem Projekt «1 SFR = 1 Stimme» (www.1chf-1voice.ch) ein Instrument zu ihrer Sichtbarmachung an.
Selbstorganisation kann auch heissen, sich mit dem, was andere nicht mehr wollen, weiterzuhelfen. Das in Berlin arbeitende Künstlerpaar Folke Köberling und Martin Kaltwasser, deren gigantisches und phantastisches Baustoffzentrum aus allerhand gefundenen Zürcher Resten die Shedhalle bereits zeigte, bauten nun für die zweite Projekt-Etappe einen temporären Pavillon, ein zum Nachmachen animierendes Provisorium am Werdplatz auf, das für verschiedene Interventionen genutzt werden kann - auf dass «die gecleante und unternehmerisch priva-tisierte Stadt» einen Widerpart finde. Im Shedhalle-Satelliten von Köberling/Kaltwasser finden immer wieder Gespräche mit initiativen Personen und Gruppen statt. Die produktive Langsamkeit, von der die KuratorInnen hinsichtlich ihrer Projekte sprechen, geht mit einer differenzierten Recherche, Kontaktaufnahmen und Verknüpfungen mit unterschiedlichen nicht-künstlerischen Feldern einher. Einige weitere Teilnehmende sind: bankleer, Andrea Knobloch, Relax.

Bis 
16.02.2008

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