Wolfgang Zät

Wolfgang Zät · Ohne Titel, Linoldruck auf Japanpapier, 230 x 172 cm

Wolfgang Zät · Ohne Titel, Linoldruck auf Japanpapier, 230 x 172 cm

Hinweis

Wolfgang Zät

Der Hauptraum der Galerie Krethlow ist nahezu «tapeziert». Wolfgang Zät (*1962) arbeitet vielfach mit Formaten bis zu drei Metern. Er spricht nicht von Tagen und Wochen, während derer er die Linolplatten mit feinen Messern bearbeitet, sondern von Monaten und Jahren. Die schwarzweissen, auf bestes Japanpapier gedruckten Schnitte zeigen urwaldähnliche Natur-Räume, nur da und dort bricht das Verwobene auf. Es sind Hunderttausende von kleinen, geschwungenen oder länglichen weissen Aussparungen, welche die blattfüllende Zeichnung bilden. Dabei geht dem Schneiden eine malerische Konzeption voraus. Dabei geht er fast immer von der Vallée de la Loue im französischen Jura aus, eine Gegend, die der Seeländer seit Kindsbeinen kennt. Hier interessierten ihn das Wasser und Wachsen, das Spiegeln der Wahrnehmung, die Geografie als physischer und mentaler Erfahrungsraum. Es geht um das Licht und den Raum, die Dynamik des Fliessens, das Eintauchen in Tiefe. Obwohl expressiv bewegt, haben die grossen Blätter nichts Virtuoses an sich, spiegeln viel eher das zähe Ringen um Bildwelten. Autodidakt Zät kommt von der Bildhauerei und der Malerei her. Im arbeitsintensiven Linolschnitt verbindet sich das Körperliche und das Visionäre.

Bis 
24.02.2010

Im Mai: Galerie Greulich, Frankfurt/M

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