Editorial — Blick in die ‹Kunst: Szene›

Volumes, Independent Art Publishing Fair, Kunsthalle Zürich, ‹Kunst: Szene Zürich 2018›. Foto: Dominik Zietlow

Volumes, Independent Art Publishing Fair, Kunsthalle Zürich, ‹Kunst: Szene Zürich 2018›. Foto: Dominik Zietlow

Editorial

Editorial — Blick in die ‹Kunst: Szene›

Der Jahreswechsel – Zeit des Rück­ und Ausblicks. Im Ausstel­lungsbetrieb geschieht dies durch die Jahresausstellungen. Dabei stellt sich die Frage nach der Form stets neu. Die Stadt Zürich hat sich diesmal mit ‹Kunst: Szene Zürich 2018› ein besonders am­bitioniertes Format ausgedacht. Aus den Bewerbungen wurden 250 Kunstschaffende ausgewählt und auf 26 «Gastorte» verteilt. Das scheint viel zu sein – und war es auch. Zumal sich den «offi­ziell» Selektionierten noch weitere Akteure anschlossen, die in den zehn Tagen zahlreiche Veranstaltungen realisierten. Wer kann das alles bewältigen? Diesmal war die Frage Programm, denn Überforderung gehörte zum Konzept – wie zur Kunstszene generell. Die Kunstwerke waren in ganz unterschiedlichen Orten platziert, selbst in privaten Arbeitsräumen wie einem Architekturbüro oder der Redaktion des Kunstbulletins. Wer sich beim Rundgang etwas Zeit gönnte, kam mit den Beteiligten spontan ins Gespräch und konnte einen Blick in das Räderwerk des Betriebs werfen. Doch nach zehn Tagen war der quirlige Anlass schon wieder vorbei. Aller­dings nicht ohne Spuren zu hinterlassen. Nebst den Löchern in den Wänden der Gasträume sind einige sorgfältig gelegte kunstjourna­listische Fährten zurückgeblieben: Kunstbulletin initiierte parallel zur Kunstszene eine ‹Schreibwerkstatt›. Zwei junge Schreibende sowie ein Fotograf zogen los, besuchten Ort um Ort und spielten ihre Erlebnisse in atmosphärisch dichten Szenenporträts zurück. Diese haben wir nun auf artlog.net hochgeladen. Zum Abschluss berichtet der Autor Mathis Neuhaus im Heft, wie er vorgegangen ist, und rapportiert von ‹Volumes›, der ‹Independent Art Publishing Fair› in der Kunsthalle: Print lebt! Das motiviert uns, und dafür dan­ken wir auch Ihnen – liebe Leserinnen und Leser!

Autor/innen
Claudia Jolles

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