Hommage à Sybil Albers

Ernst Caramelle · Sans titre, 2021, Wandmalerei mit wasserlöslichen Pigmenten, Ausstellungsansicht Espace de l’Art Concret – centre d’art contemporain, Nizza. Foto: photo eac

Ernst Caramelle · Sans titre, 2021, Wandmalerei mit wasserlöslichen Pigmenten, Ausstellungsansicht Espace de l’Art Concret – centre d’art contemporain, Nizza. Foto: photo eac

Hinweis

Hommage à Sybil Albers

Mouans-Sartoux — Mit ihrem 18 Jahre älteren Ehemann Gottfried Honegger schenkte Sybil Albers vor 21 Jahren über 700 Werke konkreter Kunst dem Staat. Jetzt, nach kleiner Vorschau in der Zürcher Galerie Mark Müller vergangenen August, präsentiert der Espace de l’Art Concret deren Sammlung. Albers begann in den 1970ern zu sammeln, während ihrer Arbeit für Galerien. Eine intime Auswahl, die ihrem Credo folgt, dass «Leere» Öffnung und Beginn bedeutet. Trotz Hang zum Monochrom verfolgte sie dies mit feinem Blick fürs Besondere. Ob Handschriften-Notat Hanne Darbovens oder Henri Michaux’ flatternde Zeichenfolgen, ob ein delikates kleines Blatt, auf dem Sol LeWitt ein geometrisches Protokoll verzeichnet, oder ein Bogen von Robert Barry, auf dem er Worte unter Rosa verschwinden lässt – die Werke zeugen vom existenziellen Verhältnis zur Kunst. ‹Espace libéré› nimmt die von der 2019 verstorbenen Sammlerin noch selbst ersonnene Hängung auf. Ergänzt wird sie um zeitgenössische Positionen wie skulpturale Sitz-Poufs von Matti Braun oder frühe, noch raue Arbeiten von Adrian Schiess, von ihrer Tochter Ines Bauer aus deren Sammlung ausgewählt. Neben Schweizer Kunstschaffenden wie Marguerite Hersberger, Herbert Distel oder Stefan Gritsch bildet Ernst Caramelles pudriges Fresko, in situ angefertigt, einen Höhepunkt.

Bis 
20.02.2022
Institutionen Land Ort
Espace de l'Art Concret Frankreich Mouans-Sartoux
Ausstellungen/Newsticker Datum Typ Ort Land
Espace libéré 16.10.202120.02.2022 Ausstellung Mouans-Sartoux
Frankreich
FR
Künstler/innen
Sybil Albers
Autor/innen
J. Emil Sennewald

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