Liz Craft

Liz Craft · Ms. America, 2022, Ausstellungsansicht Centre d’édition contemporaine, Genf. Foto: Sandra Pointet

Liz Craft · Ms. America, 2022, Ausstellungsansicht Centre d’édition contemporaine, Genf. Foto: Sandra Pointet

Hinweis

Liz Craft

Genf — Wissen Sie noch, was ein Pac-Man ist? Diese runde, gelbe und immer lächelnde Figur wurde 1980 für das gleichnamige japanische Videospiel entwickelt. Inspiriert von den Smileys der 1960er-Jahre wurde die Pac-Man-Figur zu einem Symbol der 1980er; eine Metapher für die Konsumgesellschaft, denn Pac-Man ist ein zwanghafter Esser; einer, der in endlosen Labyrinthen Pastillen verfolgt und isst. Im Centre d’édition contemporaine (CEC) in Genf begegnet man Pac-Man wieder, jedoch nicht in seiner üblichen Form. Pac-Man wurde zu ‹Ms. America›, trägt eine Schleife um den Kopf wie Minnie in den Cartoons von Walt Disney und ein langes schwarzes Kleid. Ein Dutzend solcher Puppen in verschiedenen Grössen bilden eine merkwürdige Szene, die als singender Chor oder sogar als «Sekte grotesker Verrückter», so Véronique Bacchetta, Leiterin des CEC, interpretiert werden kann.
Hinter dieser Schau steht die kalifornische Künstlerin Liz Craft (*1970). Craft ist bekannt für ihre feministische, provokative und ironische Kunst, die sie seit den 1990ern produziert. In ihren Plastiken vermischt sich die kalifornische Popkultur mit der Gegenkultur der Hippie-Bewegung. Die Ausstellung ist Ausdruck einer engen Zusammenarbeit mit der Künstlerin: 2021 hatte das CEC ein Buch über ihre New Yorker Jahre (2019–2021) veröffentlicht. 

Bis 
03.02.2023
Ausstellungen/Newsticker Datum Typ Ort Land
Ms. America — Liz Craft 05.11.202203.02.2023 Ausstellung Genève
Schweiz
CH
Künstler/innen
Liz Craft
Autor/innen
Ingrid Dubach-Lemainque

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