Vera Isler

Nomi Baumgartl · Porträt Vera Isler, frühe 1980er, Courtesy Blaue Blume

Nomi Baumgartl · Porträt Vera Isler, frühe 1980er, Courtesy Blaue Blume

Hinweis

Vera Isler

Basel — Vera Isler (*1931, Berlin, † 2015, Basel) war Künstlerin, Fotografin, Bildreporterin. Autodidaktisch war sie zur Kunst gekommen und fast durch Zufall zur Fotografie. Von opulenten Gay-Paraden der 1980er-Jahre trug sie Negative aus den USA nach Hause. Mit einer ungezähmten Neugier erkundete sie autonome Jugendzentren in der Schweiz oder sammelte Eindrücke in New Yorks Strassen. Es sind Randzonen normierter gesellschaftlicher Räume, in denen Isler ihren Blick schweifen liess. Bekannt geworden ist sie mit Porträts. Alternde Menschen bat sie vor die Kamera und Künstler:innen, um sie – ‹Face to Face› – in Büchern und lebensgross in Ausstellungen öffentlich zu machen. Beinahe fünf Jahrzehnte umfasst ihre künstlerische Praxis und hinterlässt ein verzweigtes, eigensinniges Œuvre – und ein Archiv, aus dem sich die erste posthume Retrospektive in der Villa Renata vorwiegend speist. Die Co-Kuratorinnen Isabel Balzer und Yota Tsotra bringen Tapisserien, Collagen, Skulpturen, Diaprojektionen und Fotografien zusammen. Ein Einblick auch in Fotoalben, Kataloge und Ordner macht erlebbar: Die Übersicht war Islers Sache nicht – ihr Schaffen war und bleibt ein Fundus, eng verzahnt mit den gesellschaftlichen Umständen ihrer und unserer Zeit.

Bis 
29.01.2023
Ausstellungen/Newsticker Datum Typ Ort Land
Begegnung in einer veränderten Welt — Vera Isler 11.12.202229.01.2023 Ausstellung Basel
Schweiz
CH
Künstler/innen
Vera Isler
Autor/innen
Isabel Zürcher

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