«Beseelte Landschaften - Inszenierungen» im Kunsthaus

Esther van der Bie ? ohne Titel, 2002, Farbfotografie, 125 x 100 cm

Esther van der Bie ? ohne Titel, 2002, Farbfotografie, 125 x 100 cm

Hinweis

«Beseelte Landschaften - Inszenierungen» im Kunsthaus

Das Kunsthaus Langenthal feiert sein zehnjähriges Bestehen und setzt sich aus diesem Anlass mit Bild und Bilderfindung, mit der Beziehung zwischen Fotografie und Malerei auseinander. Abgehandelt wird das konflikträchtige und produktive Thema an der Landschaftsdarstellung. Der Luzerner Maler Robert Zünd (1827–1909) pflegte einen geradezu fotografisch präzisen Malstil. Man sieht, «dass da ein Wald gewissenhaft bis ins Kleinste abgemalt worden ist» (Arnold Böcklin). Allerdings stand dabei nicht nur die Inspiration durch die minutiöse Aufnahmefähigkeit des kalten Mediums im Zentrum, zugleich war die Beseelung der Natur im Kontext einer durch die Industrialisierung zunehmend entfremdeten Gesellschaft intendiert. Die Fotografen andrerseits orientierten sich an künstlerischen Vorlagen. Neben Werken von Zünd und zeitgleichen Fotografien werden Arbeiten von Istvan Balogh und Esther van der Bie gezeigt. Balogh hat sich
schon länger mit dem lauernden Unheil in Zünds Werk beschäftigt. Van der Bie baut Wald mit allerhand seltsamen Materialien auf. Ausserdem wird die Insel Santa Lemusa von Samuel Herzog vorgestellt. Zusammen mit dem Künstler José Maria erzählt der Kunstjournalist ein weiteres Eiland-Kapitel. Mit Katalog.
Bis 3.11.

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