Valchava  Guido Baselgia im Museum Chasa Jaura

Guido Baselgia · Morteratsch 2006, Dyptichon, Silbergelatine auf Baryt, 125 x 160 cm

Guido Baselgia · Morteratsch 2006, Dyptichon, Silbergelatine auf Baryt, 125 x 160 cm

Hinweis

Valchava  Guido Baselgia im Museum Chasa Jaura

Das Museum Chasa Jaura ist diesen Sommer Bühne für einen ganz grossen Fotografen: Guido Baselgia zeigt hier seine Arbeiten, raumlos und zeitlos, wie aus einer andern Welt. Ganz neu sind Heliogravuren von eigenwilliger und sensibler Poesie.
Die grossen Formate machen aus dem Saal eine überirdische Weltbühne, in den kleinen, verwinkelten Museumsräumen - Keller, Käserei, Stüva - fügen sich die Bilder mit ihren geradezu skulpturalen Effekten ein, also ob sie aus dem groben zerklüfteten Mauerwerk entstanden seien. Hauptanziehungspunkt sind die beiden Diptychen im Saal, eines vom Morteratschgletscher, das andere aus der Polarnacht. Ohne auf eine topografische Referenz angewiesen zu sein, sind Baselgias Arbeiten nicht Abbilder einer Landschaft, sie sind Inbilder der Erde. Herausgelöst aus dem Ort ihrer Entstehung und zugleich eingebettet in ihre Umgebung werden die Bilder zu einem neuen, eigenständigen Ganzen mit eigener Aussage. Baselgia begibt sich an den Rand der Zeit, er kehrt diese um, macht Endliches unendlich, aus schwarz weiss, aus innen aussen.
Zum ersten Mal zeigt er eine Serie von Heliogravuren, eine alte Technik der Fotografie, bei der er jedoch statt des Abzugs in einem aufwendigen Ätztiefdruckverfahren aus der Fotografie einen Druck erstellt. Der Block von 15 herausragenden Arbeiten entstand im Eis der Polarnacht, im Engadin und im bolivianischen Altiplano.

Bis 
17.10.2007
Künstler/innen
Guido Baselgia
Autor/innen
Gisela Kuoni

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