Katharina Grosse

Hinweis

Katharina Grosse

Fast vermisst man den Rausch der illusionären Farbwelten als Katharina Grosse (*1961, Freiburg/B) noch direkt an den Wänden intervenierte und Malereien von fast betörender Schönheit schuf. Wenn die deutsche Künstlerin nun hier die mittelgrossen Leinwände knallbunt mit ihrer charakteristischen Spraymalerei und teilweise mit Erdresten bearbeitet hat, steht der Betrachter nicht länger mitten im Bild, einem All-over ohne einem bestimmten Zentrum. Die neuen Arbeiten sind als «momentane Bestandesaufnahme der Atelierarbeit» gedacht. Dabei wird nachvollziehbar, dass die Bilder stets Teil von etwas Grösserem sind und ihr Schaffen in Wellenbewegungen oder in der Bewegung von einer Leinwand zur nächsten erfolgt. Zweifellos spannend ist die jüngst entwickelte Technik des grossflächigen Aussparens. Sie ist eine Konsequenz ihrer Fragen nach dem Sein, dem Unsichtbaren und dem Sichtbaren, nach dem Formlosen, das in Form übergehen kann. Ganz besonders interessieren Grosse da die subtilen Übergänge. Dieser Aspekt bringt sie in die Nähe des neuseeländischen Künstlers Colin McCahon (1919-1987), dessen Arbeitsweise sie sich sehr verwandt fühlt. Deshalb hat sie eines seiner typischen ikonographischen Werke - «Necessary Protection: INRI» von 1972 - das den Kippeffekt von der Schrift zur Landschaft veranschaulicht, in ihre Ausstellung integriert.

Bis 
16.10.2009

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