Yves Netzhammer

Hinweis

Yves Netzhammer

Unter der Regie von Yves Netzhammer ist die Kunsthalle Winterthur zu einer Adresse «unmöglicher Orte» mutiert. Sowohl der titelgebende Animationsfilm wie auch die Installationen, die den Besucher in einem kafkaesken Albtraum empfangen, sind Spielplätze des Absurden. So weist die Steckdose plötzlich Dutzende von Löchern auf, oder die Museumsabschrankung klettert die Wand hoch und zeichnet einen Bilderrahmen nach. Seine Installationen im Oberlichtsaal vermögen aber nicht die gleiche suggestive Kraft auszuüben wie die Computeranimation, die uns die körperlichen und seelischen Befindlichkeiten der Filmfiguren empathisch miterleben lässt. Im realen Ausstellungsraum bleibt die Trennung zwischen Betrachter und Werk bestehen; beim Film tauchen wir geistig in ein künstliches Universum ein, in welchem die Dinge nicht nur eine eigene Geschichte besitzen (wie die zu paradoxen Objekten verarbeiteten Möbel aus dem Brockenhaus), sondern ein Eigenleben führen, das die geordnete Wirklichkeit auf den Kopf stellt. Durch Realitätsverschiebungen, Synthetisierung von Disparatem und eindringlichen Bildfindungen wird Unmögliches vorstellbar. Yves Netzhammer verabreicht uns das Surreale als Kontrastmittel zur Wirklichkeit, die plötzlich mehr als brüchig scheint. Die ausgestellten Arbeiten sind erstmals zu sehen.

Bis 
03.10.2009

Werbung