Bruce Nauman

Bruce Nauman . Dream Passage, 2010 (c) ProLitteris.

Bruce Nauman . Dream Passage, 2010 (c) ProLitteris.

Hinweis

Bruce Nauman

Der Hamburger Bahnhof widmet Bruce Nauman (*1941) eine grosse retrospektive Werkschau mit dem Titel «Dream Passage». In der zentralen Halle sind neben Schlüsselwerken wie Skulpturen, Neon- und Videoarbeiten vorwiegend «Erfahrungsarchitekturen» aus den Siebzigerjahren zu erleben. Dazu zählt die komplexe Closed-Circuit-Arbeit «Corridor Installation (Nick Wilder Installation)», 1970, oder der für die Documenta 5 realisierte Korridor «Kassel Corridor: Elliptical Space», 1972. Immer wieder wird der Besucher mit dem Gefühl des Eingeschlossenseins und des Ausgesetztseins konfrontiert, welches der Künstler mittels Körper, Raum, Handlung und Medium konsequent choreografiert. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Arbeiten zum Thema Gewalt wie die verstörende Videoinstallation «Clown Torture», 1987. Sinnvoll erweitert wird die Ausstellung in den Rieckhallen durch eine dialogische Konfrontation mit Arbeiten von Generationsgenossen. In Halle 5 ist die aus drei sich durchdringenden Korridoren bestehende Skulptur «My Soul Left Out Room That Does Not Care», 1984, zu sehen: ein unheimlicher dreidimensionaler Kreuzgang. Im Kreuzungspunkt trifft der Besucher auf einen Gitterrost, durch den hindurch der Blick in die Tiefe gelenkt wird. Was bleibt, ist das Gefühl, Teil einer Choreografie der Emotionen gewesen zu sein.

Bis 
09.10.2010
Ausstellungen/Newsticker Datum Typ Ort Land
Bruce Nauman 28.05.201010.10.2010 Ausstellung Berlin
Deutschland
DE
Autor/innen
Cynthia Krell
Künstler/innen
Bruce Nauman

Werbung