Miriam Sturzenegger

Miriam Sturzenegger · Ablager, 2011, Bleistift, Kugelschreiber, Klebeband, Etikette, Rost und Kaffee auf Papier, Glas, Holz, Sparlampe, 30 x 40 x 17,5 cm. Foto: Gregor Stäuble

Miriam Sturzenegger · Ablager, 2011, Bleistift, Kugelschreiber, Klebeband, Etikette, Rost und Kaffee auf Papier, Glas, Holz, Sparlampe, 30 x 40 x 17,5 cm. Foto: Gregor Stäuble

Hinweis

Miriam Sturzenegger

Die Ausstellung von Miriam Sturzenegger (*1983, Bern) ist die Folge des Hilfiker Kunstpreises, welcher der in Luzern lebenden Künstlerin an der vergangenen Jahresausstellung im Kunstmuseum zugesprochen wurde. Sturzenegger liess eine asketisch-sparsame, zugleich an Nuancen und Zwischentönen und damit an Sinnesreizen reiche Präsentation entstehen, die sich an der Grenze zum kaum mehr Wahrnehmbaren bewegt und gerade damit die Wahrnehmung schärft. Man mag bei diesen Bleistiftzeichnungen auf weissem Papier oder auf weiss bemalten und mehrfach wieder abgeschliffenen Holzplatten oder Brettchen an eine Musik denken, deren Pianissimo die Grenze des nicht mehr Hörbaren tangiert und so zu konzentriertem Hinhören zwingt. Der Vergleich drängt sich wegen der Affinität der Künstlerin zu improvisierter Musik geradezu auf - und das umso mehr, als die oft installativen Zeichnungen wie sachte Spuren spontaner, aber kontrollierter Bewegungen eines denkenden Körpers wirken. Die Linien deuten Räumliches an, evozieren Körperliches oder bilden ein organisch ausgreifendes Geflecht. Sturzenegger bringt ihre Arbeiten in den kargen Räumen auf zwanglose Weise so zur Geltung, dass sich die Vielfalt ihrer subtilen Farbtönungen erst mit der Zeit erschliessen: Ein Bekenntnis zur Langsamkeit und zur Nachhaltigkeit im Unscheinbaren.

Bis 
13.10.2011

Publ. Boa­books Genf

Ausstellungen/Newsticker Datum Typ Ort Land
Miriam Sturzenegger 07.09.201114.10.2011 Ausstellung Luzern
Schweiz
CH
Autor/innen
Niklaus Oberholzer
Künstler/innen
Miriam Sturzenegger

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