Persona

Allen Ruppersberg · Self Portrait and Sculpture, 1985-1992, Kartonschachtel, Papier, Beton

Allen Ruppersberg · Self Portrait and Sculpture, 1985-1992, Kartonschachtel, Papier, Beton

Hinweis

Persona

Dass «Person» sich aus dem lateinischen «persona» für die Maske des Schauspielers herleitet, ist Gemeinplatz. Feinere Etymologen betonen das im Begriff enthaltene «Durchtönen» (der Maske), wenden den Blick vom gespielten Erscheinen im sozialen Leben auf Stimme und Gehalt. Andere leiten den Begriff von der antiken Unterwelt-Figur Phersu ab, die an ihrer typischen Verkleidung zu erkennen war. Die von Natacha Pugnet klug durchdachte Schau liefert zu jeder Interpretation etwas und geht nun der eigentümlichen Verschränkung von Entwurf und Erscheinung des Menschen nach. Allen Ruppersberg tritt diesmal nicht unter Hypnose aus sich heraus, sondern als Zementkopf auf. ‹Self Portrait and Sculpture›, 1985-1992, besteht aus mehreren davon, die im Raum liegen. Ein Karton mit Papieren suggeriert, dass das Negativ aus einem Block aus Papierseiten besteht - das Selbst als Abguss seiner Beschreibungen. Flüchtiger sind Selbstinszenierungen wie die Fotoserie ‹Calvin Street› von Gilbert&George, 1982, oder die fotografischen Travestien von Michel Journiac, Ugo Rondinone oder Urs Lüthi. Richard Hamiltons ‹Sign›, 1975, bringt Person als Marke ins Spiel, indem das Ricard-Logo um ein H ergänzt wurde. Dass jedes Sein als Person letztlich davon abhängt, durch wieviele Hände deren Identität gereicht wurde, bringt Stéphane Bérard mit ‹Retour›, 2010, auf den Punkt. Die Fotografie steht versandfertig im Raum.

Bis 
30.10.2014
Institutionenabsteigend sortieren Land Ort
Frac Limousin Frankreich Limoges
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B. Achour, P. Albarracin, J. Bartoloméo u.a. 27.06.201431.10.2014 Ausstellung Limoges
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