Kunstsammlung Nestlé

Peter Fischli & David Weiss · Surrli, 1991, Cibachrome, 198x123 cm, Nestlé Kunstsammlung

Peter Fischli & David Weiss · Surrli, 1991, Cibachrome, 198x123 cm, Nestlé Kunstsammlung

Hinweis

Kunstsammlung Nestlé

Eine Schau im Musée Jenisch erlaubt zurzeit Streifzüge durch die Sammlung Nestlé. Alles begann schon um 1960 mit dem Neubau des Hauptsitzes, als der Architekt Jean Tschumi den Raum skulptural besetzte. Wie aus seinen Entwürfen hervorgeht, betrachtete er aktuelle Kunstwerke als integralen Teil seiner Anlagen. Zu viel mehr als einer Erni-Freske und einem Lurçat-Teppich kam man damals aber nicht. Erst P.R. Jolles, VR Präsident 1984-1990, der vorher als Direktor des heutigen SECO die Ära Szeemann in Bern miterlebt hatte, griff das Projekt wieder auf und sorgte mit den an Bord geholten Spezialisten (Ammann, König, Besset) für ein wahres Fest von Aufträgen und Ankäufen. Die Schau zeigt: Lewitts Absage, den Nestlés negative Schlagzeilen störten, bewahrte man sorgfältig auf. Die ironischen Werke von Fischli & Weiss begrüsste man freudig. So entlarven deren das Universum evozierende Lichtspiralen fein die masslosen Ambitionen des Unternehmens. Mit der Gründung der Fondation Nestlé pour l'art 1989 wurde das künstlerische Engagement diskret fortgesetzt - mit der Förderung von Projekten sowie Zuschüssen an das Musée Jenisch, das sich so hin und wieder ein fantastisches neues Blatt leisten kann.

Bis 
02.10.2016

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