Helen Dahm und Albin Zollinger

Helen Dahm · Kirche von Oetwil, 1935, Öl auf Karton, Courtesy Kunstmuseum Thurgau

Helen Dahm · Kirche von Oetwil, 1935, Öl auf Karton, Courtesy Kunstmuseum Thurgau

Hinweis

Helen Dahm und Albin Zollinger

Der Föhn kann nicht nur im Zigerschlitz mächtig blasen, er kann auch das Zürcher Oberland heimsuchen. Dann ducken sich die Häuser vor den grauen Wolkentürmen schutzsuchend in die hügelige Landschaft, so wie dies Helen Dahm (1878-1968) auf dem gleichnamigen Ölbild 1930 ins Bild gebannt hat. Dahm, 1954 als erste Frau mit dem Kunstpreis der Stadt Zürich ausgezeichnet, verbrachte fast fünfzig Jahre im Dorf an den Ausläufern des Pfannenstiels und hielt es mehrfach bildlich fest. ‹Kirche von Oetwil›, 1935, zeigt das Ensemble von Gottes- und Pfarrhaus so, wie es sich auch heute noch präsentiert. Auch der Schriftsteller Albin Zollinger (1895-1941) liess die Landschaft in seinen Werken aufscheinen: «Du aber, Bachtel, zierlicher Vesuv / Voll Weidegras und Heiterkeit die Lüfte». Die beiden Kunstschaffenden kannten sich nicht, werden aber in der durch Ann-Sophie Bosshard und Sandi Paucic kuratierten Ausstellung behutsam zusammengeführt. Von Zollinger sind mehrere Originale ausgelegt. Das aus der «Dahm-Stube» hervorgegangene Museum ist mit dem Ortsmuseum in einem Haus aus dem 16. Jh. untergebracht. Die Treppen sind eng, die Räume niedrig. Eine kleine Bibliothek sowie das kürzlich geordnete Archiv sind auf Anfrage für die Recherche zugänglich.

Bis 
05.11.2017
Institutionenabsteigend sortieren Land Ort
Helen Dahm Museum Schweiz Oetwil am See
Autor/innen
Thomas Schlup

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