Henri Manguin

Henri Manguin · La Sieste oder Le Rocking Chair, 1905, Hahloser-Jäggli-Stiftung, Kunstmuseum Bern © ProLitteris

Henri Manguin · La Sieste oder Le Rocking Chair, 1905, Hahloser-Jäggli-Stiftung, Kunstmuseum Bern © ProLitteris

Hinweis

Henri Manguin

Lausanne — Die Fondation de l’Hermitage zeigt diesen Sommer einen der Maler, zwischen denen sich der Kritiker Louis Vauxcelles am Salon des Indépendants 1905 wie zwischen «Wilden» («Fauves») vorkam. Arbeiten von Henri Manguin (1874–1949) aus den rund zwei Dekaden um das schicksalsreiche Jahr 1905 herum sind sinnreich in den verschiedenartigen Räumen der grossbürgerlichen Villa aufgehängt, deren Horizont sie motivisch fast verwirrend entsprechen. So deklinierte der Künstler, der wie Matisse und Marquet bei Gustave Moreau studierte, dieses bürgerliche Ambiente fast exklusiv – abgesehen von Akten seiner eigenen Ehefrau – in seinen Gemälden durch. Nur selten findet sich ein Blick über den Zaun des Gartens hinaus oder gar in eine mythische oder allegorische Welt hinein. Die eher feinen als kühnen Klänge zwischen Lila und Grün, Blutorange und Petrolblau, die er in und um das traute und bezeichnenderweise 1914 vorsorglich nach Lausanne verlegte Heim entwarf, haben jedoch wenigstens meine Netzhaut derart stimuliert, dass mir die grossartigen Stücke der ebenfalls in der Fondation de L’Hermitage gezeigten Porzellansammlung der Vergotti seit langem wieder einmal beglückend ins Auge gestochen sind. 

Bis 
28.10.2018
Ausstellungen/Newsticker Datumaufsteigend sortieren Typ Ort Land
Henri Manguin 20.06.201828.10.2018 Ausstellung Lausanne
Schweiz
CH
Autor/innen
Katharina Holderegger Rossier
Künstler/innen
Henri Manguin

Werbung