Animation / Teat Beat of Sex ‹Trouble›

Signe Baumane · Teat Beat of Sex ‹Trouble›, 2017, US, IT, LV, 4’07’’

Signe Baumane · Teat Beat of Sex ‹Trouble›, 2017, US, IT, LV, 4’07’’

Signe Baumane · Teat Beat of Sex ‹Trouble›, 2017, US, IT, LV, 4’07’’

Signe Baumane · Teat Beat of Sex ‹Trouble›, 2017, US, IT, LV, 4’07’’

Signe Baumane · Teat Beat of Sex ‹Trouble›, 2017, US, IT, LV, 4’07’’

Signe Baumane · Teat Beat of Sex ‹Trouble›, 2017, US, IT, LV, 4’07’’

Hinweis

Animation / Teat Beat of Sex ‹Trouble›

Curator’s Choice — Oktober: Zeit für animierte Weiterbildung in Sachen Sex. Signe Baumane ist eigentlich eine Geschichtenerzählerin. Sie nennt jedoch ihre ‹Teat Beat of Sex›-Filme, von denen es eine Serie von 15 kurzen animierten Episoden gibt, «explicitly educational», wir sollen also etwas dabei lernen. Locker und flockig erzählt sie aus ihrem offensichtlich reichhaltigen Erfahrungsschatz an sexuellen Abenteuern und Nöten, Träumen und Alpträumen, Verschmelzungen und Enttäuschungen, Märchenprinzen und Hanswürsten. Die Geschichten kommen schnell zum Punkt und bergen witzige Pointen, nicht einfach eine, sondern eine ganze Verkettung davon. Baumane legt sich dabei mit sämtlichen Geschlechterstereotypen an und konterkariert jede vorgefasste Meinung zu Erotik und Sexualität. So sinniert sie etwa darüber, weshalb die Grösse des Penis für viele Männer so wichtig ist. Dabei gibt es neben zu grossen definitiv zu viele Schwänze, die zu wenig versiert sind. Oder sie schildert, welche Probleme sie auf sich zukommen sieht, wenn sie ohne Höschen unter dem sexy Cocktailkleid mit dem Mann ihres Begehrens an die Party gehen müsste. Ihre cartoonhaft reduzierten Zeichnungen sind in Pastelltönen gehalten. Und sie greifen jede noch so abwegige bildliche Schilderung auf – etwa vom Sofa an besagter Party, das mit ihren Körpersäften benetzt wäre – und geben diese völlig ungefiltert wieder: Auf der Polstergruppe entsteht vor unseren Augen ein hübscher Weiher samt knutschenden Fröschen. Signe Baumane stammt aus Lettland und schert sich nicht um Vorurteile. Ebenso wenig kümmert sie sich um herkömmliche kommer­zielle Produktions- und Distributionsmechanismen für Animation. Längst nutzt sie Crowdfunding, um ihre Projekte, die sie komplett in Eigenregie macht, zu finanzieren. Und ihr Publikum findet sie zwar auch an Festivals – wie es sich gehört – aber vor allem online. Es ist eines, das den ganz normalen Wahnsinn der Sexualität mag, aber gern gepfeffert mit genug Humor und Ehrlichkeit. 

→ Empfehlung von Annette Schindler, Direktorin Animationsfilmfestival Fantoche, Internationales Animationsfilmfestival Baden, https://fantoche.ch/de

Künstler/innen
Signe Baumane
Autor/innen
Annette Schindler

Videos

Regie: Signe Baumane
Land: US / IT / LV
Produktionsjahr: 2017
Laufzeit: 4’07“
Sprache: Englisch
Altersfreigabe: 16+

→ Empfehlung von Annette Schindler, Direktorin Fantoche, Int. Animationsfilmfestival Baden, https://fantoche.ch/de

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