Panamarenko im Atelier Augarten

Panamarenko ? Magnetische Schuhe, 1980

Panamarenko ? Magnetische Schuhe, 1980

Hinweis

Panamarenko im Atelier Augarten

Seit Ende der sechziger Jahre verfolgt der Belgier Panamarenko ein Thema: Fliegen. Genauer: Fluggeräte, die sich aus menschlicher Antriebskraft in die Höhe erheben. Anfangs vor allem an Insekten, vorzugsweise Libellen orientiert, konstruiert Panamarenko – mit bürgerlichem Namen Henry van Herwegen – heliumgefüllte Zeppeline, mit Tretpedalen angetriebene Flugzeuge, zigarrenförmige Raketen, magnetisierte UFOs oder umgekehrte Fallschirme, die im Gleichgewicht schweben könn(t)en. In ihrer Konstruktion eher auf dem technischen Stand des vorletzten Jahrhunderts dienen all diese Maschinen keineswegs dem Ziel, eine Wegstrecke fliegend zurückzulegen. Es ist eher eine Rückkehr zum Ursprung einer Utopie: der Idee einer «Gravitationsentkräftiung Gestalt zu verleihen» (T. Trummer, Katalog). Panamarenkos Erfindungen zielen auf den Zustand des Schwebens. Dieses Konzept wird besonders deutlich in Panamarenkos Multiples, die jetzt in der ersten österreichischen Einzelpräsentation des Belgiers im Atelier Augarten, Wien, ausgestellt sind. Neben zahlreichen, zum Teil funktionsfähigen Modelle ist es vor allem die Druckgraphik, die mit Silberstift erhöhten, aufgeklebten oder auf die Glasscheiben aufgemalten Bildelementen einen Schwebezustand auch in zweidimensionalen Formaten suchen. «Meine Projekte sind weder konkrete Ideen noch Träume. Es geht nicht darum, ein funktionierendes Flugzeug zu konstruieren, sondern um die Schaffung eines Ideals.»

Bis 
21.02.2004
Künstler/innen
Panamarenko

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