«Traumfabrik Kommunismus» in der Schirn Kunsthalle

Kasimir Malewitsch ? Schnitterinnen, 1928

Kasimir Malewitsch ? Schnitterinnen, 1928

Hinweis

«Traumfabrik Kommunismus» in der Schirn Kunsthalle

Parallel zum Buchmesse-Schwerpunkt «Gastland Russland» zeigt die Schirn «Die visuelle Kultur der Stalinzeit». Die zentralistisch organisierte Massenkultur des Stalinistischen Realismus, die sich der Mechanismen und Strategien der Werbung, bzw. Porpaganda bediente, weist eine Nähe zur zeitgleichen amerikanischen Massenkultur auf, wobei erstere für den Kommunismus, letztere für den Kommerz zu trommeln wusste. Ihrer realistischen Form nach schien die sowjetische Kunst «gut verträglich, unproblematisch und für die Massen leicht verständlich zu sein», ihrem Inhalt und ihrer Zielsetzung nach war sie durch und durch ideologisch determiniert und stellte das Sowjetreich als Staatskunstwerk vor, worin Stalin als Tyrannen-Künstler herrschte. Die Ausstellung führt von der frühen Abstraktion bis zu den verschiedenen Facetten des Sozialistischen Realismus, bis zur Soz-Art und dem Moskauer Konzeptualismus. Ausserdem werden damals weit verbreitete Filme aus der Stalinzeit gezeigt. Einige teilnehmende KünstlerInnen sind: Kasimir Malewitsch, Alexander Deineka und Alexander Gerassimow, Michail tschiaureli und Grigorij Alexandrow, Erik Bulatov, Komar & Melamid, Ilya Kabakov, Boris Mikhailov. Das Kuratorenteam besteht aus Boris Groys, Professor für Philosophie und Medientheorie an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe, und Zelfira Tregulowa, stellvertretende Direktorin der Kreml-Museen in Moskau. Viele Werke, die aus russischen Sammlungen stammen, werden seit dem Tod Stalins 1953 erstmals öffentlich gezeigt. Mit Katalog im Hatje Cantz Verlag.

Bis 
03.01.2004

Werbung