Malerei dreier Generationen

Hinweis

Malerei dreier Generationen

Klaus Born ist in den Vierzigerjahren, Valentin Hauri in den Fünfzigern und Oliver Krähenbühl in den Sechzigern geboren. Alle drei sind Maler. Doch wie, wenn überhaupt, spiegeln sich die Zeitprägungen? Erstaunlicherweise mehr als erwartet. Die ebenso expressiven wie rhythmisch strukturierten Informels des Zürchers Klaus Born verkörpern eine Malerei, die ihre Bildhaftigkeit in der unmittelbaren Auseinandersetzung des Künstlers mit Pinsel und Farbe auf der Leinwand findet. Die spröderen Werke des in Zürich lebenden Aargauers Valentin Hauri hingegen gehen von einem bewusst gewählten Bild aus, das er in einem persönlich geprägten, deduktiven Prozess in eine neue Formulierung treibt. Hauris Respekt vor dem kulturhistorischen Original verneint der zehn Jahre jüngere Winterthurer Oliver Krähenbühl. Er sieht die von ihm nach Lust und Laune gewählten, meist szenischen Vorlagen aus Printmedien jeglicher Art als Tummelfeld der Malerei und nähert sich so trotz der Gegenständlichkeit der Bilder unerwartet dem Freiheitsanspruch von Klaus Born. Die Grösse der oxyd-Räume erlaubt es, die drei Malerei-Positionen direkt in Dialog zu setzen.Gemeinsamkeiten und Differenzen werden so nicht nur augenfällig, sondern erlauben gar eine Art «Lektion» in Sachen Malerei in der Schweiz von der Ungegenständlichkeit über die Konzeptkunst bis zur freien Aneignung jeglichen Bildmaterials.

Bis 
22.11.2008

«Because her beauty is raw and wild», Nieves-Verlag, Zürich, Text: Irene Müller. Künstlergespräch 7.11. 19 Uhr.

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