ÜberSchneidungen

Katharina Henking · Was bleibt, was kommt, 106x78 cm, Collage aus Schnittresten

Katharina Henking · Was bleibt, was kommt, 106x78 cm, Collage aus Schnittresten

Hinweis

ÜberSchneidungen

Das museumbickel zeigt Werke von drei renommierten Schnittkünstlerinnen. Marlis Spielmann nutzt althergebrachte Handarbeitstechniken wie Nähen, Sticken und Scherenschnitt als subversive künstlerische Strategie. Ihre Schnitte vermitteln nicht Heimatgefühle und heile Welt, sondern befassen sich mit weiblicher Existenz. Besonders imposant sind ihre zwei grossformatigen, aus einer Vielzahl von Scherenschnitten zusammengesetzten Arbeiten zum Thema ‹Die Bürde, Frau zu sein›. Katharina Henking entnimmt den Printmedien Bilder, die sie formal auf ein Minimum reduziert. Durch das Weglassen der Binnenzeichnung wird der Schwarzweisskontrast akzentuiert. Auch auf inhaltlicher Ebene polarisiert Henkes, lässt Sehnsuchtsmotive wie den röhrenden Hirsch auf Kriegsmaschinen treffen. Nesa Gschwend setzt sich mit dem menschlichen Körper auseinander, abstrahiert und durchbricht Körperteile. Übrig bleibt ein komplexes Liniengeflecht, das die Wirklichkeit in drei Ebenen teilt: in das Bild selbst, den Raum davor und den dahinter. Als gelernte Schneiderin trennt sie nicht nur mit der Schere, sondern verbindet auch mit Nadel und Faden. Die Gruppe der auf Stoff genähten und mit Wachs gehärteten Scherenschnitte gleicht einer Votivwand und fragt nach dem, was Menschen und Kulturen miteinander verbindet.

Bis 
29.11.2014

‹Fragile Beauties›, Kat. M. Spielmann

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