Alex Hanimann

Alex Hanimann · Ausstellungsansicht Galerie Skopia Art contemporain, Genf, 2018. Foto: Valérie Jacquinet

Alex Hanimann · Ausstellungsansicht Galerie Skopia Art contemporain, Genf, 2018. Foto: Valérie Jacquinet

Hinweis

Alex Hanimann

Genf — In seiner siebten Einzelschau bei Skopia fasst der Schweizer Multimediakünstler Alex Hanimann (*1955 Mörschwil) bündig zusammen, was bei der Begegnung mit einem Kunstwerk stets abgeht. So lässt ein Neoröhren-‹you› eine so intensive Konfrontation mit dem intimen Universum eines Mitmenschen aufblitzen, dass sie, ohne sofort in einen dritten Raum auszuweichen, kaum auszuhalten wäre. Darum herum befragt Hanimann die Bedeutung öffentlicher und persönlicher Fotos. Das Raster von Pressefotos der Ermordung M. L. Kings vergrössernd und nachzeichnend tastet er sich bis ans Äusserste der Klischees heran, mit denen sich (enttäuschte) Hoffnungen auf eine gerechtere Gesellschaft zur Zeit seiner eigenen Sozialisierung in das kollektive Gedächtnis einzuschreiben vermochten. Auf Leuchtkästen vermengt er banale Handybilder von einer Veranstaltung mit dem russischen Künstlers Erik Bulatov, der die Spannung zwischen Geschichte und Individuum von einer ganz anderen Warte auslotet und ebenfalls von Skopia vertreten wird. Federleicht klingt die Ausstellung in Fotocollagen aus, welche die dynamische 3D-Malerei wiederaufleben lassen, die ihm 2003/2004 von hin und her fliegenden Kanarienvögeln gelang. 

Bis 
27.10.2018
Institutionenabsteigend sortieren Land Ort
Skopia Schweiz Genève
Ausstellungen/Newsticker Datumaufsteigend sortieren Typ Ort Land
Alex Hanimann 13.09.201803.11.2018 Ausstellung Genève
Schweiz
CH
Künstler/innen
Alex Hanimann
Autor/innen
Katharina Holderegger Rossier

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