James Turrell

James Turrell · Skyspace, 2018, in der Vorarlberger Landschaft. Foto: Florian Holzherr

James Turrell · Skyspace, 2018, in der Vorarlberger Landschaft. Foto: Florian Holzherr

Hinweis

James Turrell

Lech — Die Entstehungsgeschichte des frisch eingeweihten ‹Skyspace› von James Turrell, auf der Alp Tannegg in 1800 Metern Höhe über der Wintertourismus-Location Lech in Vorarlberg gelegen, beweist, was durch das Zusammenspiel von privaten Kunstliebhabern, öffentlicher Hand, Tourismus-Marketing und technisch hoch spezialisierten Firmen im Public-Art-Bereich zustandekommt. Der Kunstverein Vorarlberg stiess auf der Suche nach einem Folgeprojekt der Installation von Anthony Gormleys 100 Eisenmännern auf die Himmel und Erde verbindenden ‹Skyspaces› von James Turrell und konnte den kalifornischen Lichtkünstler für den Ort gewinnen. Die Finanzierung der € 1,5 Millionen stammt zu 90% aus privater Hand: Kunstaffine Bewohner und Gäste wurden eingeladen, einen Baustein mit € 1000 zu finanzieren. Durch eine verschiebbare Kuppel kann die Öffnung zum Himmel bei schlechtem Wetter überdacht werden. Ergänzend wurde je ein Farblichtablauf für Tages- und für Kunstlicht programmiert. Der ‹Sensing Room› lädt zu einem intensiven Wahrnehmungserlebnis des sich behutsam verändernden Lichts, bei dem der «Ganzfeld»- oder «White-out»-Effekt erst allmählich sichtbar wird. Darin liegt die grosse Herausforderung für das Publikum und die Kunstvermittlung.

Autor/innen
Barbara Fässler
Künstler/innen
James Turrell

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